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Magersucht und Bulimie

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BeitragVerfasst: Mi 16. Nov 2005, 18:11 
Textseite (Newbie)
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Registriert:
Do 03. Nov 2005, 16:04

Beiträge: 11

Wohnort:
hüttenberg
Sinfonie

Schnee weiß, (das Gesicht)
dunkler Blick. ( leblos, )
Müde Augen ( Gekennzeichnet vom Hungern)
und zu viele Gedanken ( Gefalle ich den anderen? Ich bin doch viel zu dick. )
an das Leben, ( Mein Leben, alles ist mir egal.)
an sich. ( Ich gefalle mir nicht)
Selbst beurteilen ( Ich muss Hungern muss noch abnehmen)
und sich
nicht gut fühlen, ( Ich habe schon wieder gebrochen und jetzt geht es mir besser)
flüchten ( Ich flüchte vor mir selbst, ich habe Angst vor mir selbst)
und sich verlieren (Ich lebe in meiner eigenen Welt)


Es gibt Menschen die diese Beschreibung haben. Die sich viele Gedanken über sich machen. Wie sie aussehen. Achten darauf was sie essen. Wie sie bei anderen ankommen. Sie gehen mit sich selbst sehr ins Gericht. Ihre Strafe die sie für sich angemessen halten ist meist hungern.
Ich habe einen guten Freund der dieses Problem hat. Ich frage mich manchmal, wie kann ich ihm helfen?
Wie zeige ich ihm das es eigentlich scheiße ist sich selbst so kaputt zumachen.
Woran erkenne ich wie ernst krank er ist. Wie fortgeschritten es schon ist...?


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BeitragVerfasst: Do 17. Nov 2005, 19:31 
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So 23. Okt 2005, 12:54

Beiträge: 60
Hallo Sandra,

Das Thema, welches du hier ansprichst ist ein sehr Ernstes.
Eine Freundin von mir ist selber davon betroffen, oder war es, zumindest kommt man nie ganz davon los.
Ich schreibe auch keinen Kommentar rein, weil ich eine Antwort auf deine Frage weiß, nein ich will nur zeigen, dass es auch noch andere Menschen gibt, denen es ähnlich schlecht geht. Die Gründe können dafür einfach sein, und ganz vereinfacht dargestellt, ist es der Mensch, durch dem es einen schlecht geht.
Darum kann auch nur der Mensch diese Wunden heilen lassen.

Vielleicht muss man ihm immer wieder sagen, dass er schön ist, so wie er ist!
Dass sich das Problem nicht von heute auf morgen auflösen wird, ist wohl klar.
Was aber noch nie geschadet hat, ist zu Reden.

MfG, Patrick


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BeitragVerfasst: Fr 18. Nov 2005, 15:39 
Textseite (Newbie)
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Registriert:
Do 03. Nov 2005, 16:04

Beiträge: 11

Wohnort:
hüttenberg
Er will nicht darüber reden. Jedesmal wenn ich ihn darauf anspreche sagt er zu mir " Ich will nicht darüber reden."Er bedeutet mir sehr viel. Und ich komm des öfteren nicht mit seinem Verhalten was er mir gegenüber hat klar. Aber danke für deinen Rat. lg sandra


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BeitragVerfasst: Fr 02. Dez 2005, 09:44 
Textseite (Newbie)
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Registriert:
Do 03. Nov 2005, 16:04

Beiträge: 11

Wohnort:
hüttenberg
danke für dein kommy :) Er hatte schon ein Beratungsgespräch und da wurde ihm auch gesagt das die Therapie erst mal 3 monate geht. Also so weit war er schon. Ich werde es weiter versuchen.
Lg sandra


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BeitragVerfasst: Fr 06. Jan 2006, 16:26 
Heft
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Registriert:
So 29. Mai 2005, 15:23

Beiträge: 188
Hallo du,
tut mir leid, dass ich so dreist bin, einfach einen kommi zu schreiben, ohne den text gelesen zu haben, aber so bin ich nunmal.
Ic finde, dass die art, wie du es geschrieben hast (Ich hab einen kurzen blick draufgeworfen) schön. Und ich wll dir jetzt in keiner art und weise auf den schlips oder dir zu nahe treten, ich kenne dich ja gar nicht, aber ich finde, über dieses thea kann man nur richtig schrieben, wenn man selber diese krankheit am eigenen leib erfahren hat. gut, man kann sich jetzt von allen menschen davon erzählen lassen, aber... nunja, ne freundin von mir hat(te) das und... vllt ist es auch nur dieser persönliche aspekt, der hier protestiert.
ich mein, ich hab auch eine geschichte geschrieben, in der eine frau ihren mann tötet, und hab selber nicht mal nen mann den ich töten kann, aber... nunja.
du wirst mich schon verstehen.
grüße,
Runa


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BeitragVerfasst: Di 10. Jan 2006, 09:34 
Broschüre
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Registriert:
So 11. Dez 2005, 00:01

Beiträge: 50
Hallo Sandra,


Ich finde es schön, dass du versuchst, die Gefühle deines Freundes zu verstehen.
Kann mir vorstellen, dass vielleicht sogar solche Gedanken wie die beschriebenen ihn tatsächlich quälen.
Meist aber, ist das Problem, der Hintergrund von Magersucht, in welcher Form auch immer, aber vorallem auch von Bulimie sehr viel komplexer.
Es geht oft NICHT wirklich um das Äussere. Das Gefühl, hässlich zu sein, oder ganz einfach sich selber und auch seinen Körper nicht zu lieben, hat sehr oft einen viel tieferen Ursprung.
Es mag wohl sein, dass heute viele Leute aufgrund der, von Hochglanzmagazinen vorgegebenen Schönheitsideale, hungern und sich kasteien, der Hintergrund dieser Krankheit liegt glaube ich, aber noch immer tiefer.

Ich kenne mehrere Mädchen aus meiner Jugendzeit welche Bulemie hatten, oder noch haben.
Drei von vieren sind Missbraucht worden - nein, nicht drei sind vergewaltigt worden, Missbrauch beginnt schon viel früher...

Es gibt Selbsthilfeseiten im Internet für Bulemie erkrankte und auch für deren Angehörige und Freunde, ich würde an deiner Stelle dort Informationen suchen, vielleicht erfährst du etwas nützliches.

Liebe Grüsse
Meli


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BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2006, 17:00 
Buch
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Registriert:
So 09. Okt 2005, 17:45

Beiträge: 622
Hallo
Auch ich kenne ein mädchen, das unter Magersucht litt oder immer noch leidet. Sie geht in meine Klasse und angefangen hat das ganze schon in der siebten glaube ich.
Aber es war nicht so dass sie fett oder hässlich war. Sie war die schönste und die beste und die tollste und so weiter überhaupt. ein junge von meiner schule hat versucht sich wegen ihr umzubringen und ich glaube das hat den ausschlag gegeben. Heute kommt sie kaum noch in die Schule, ist dauernd im Krankenhaus und ihre Zwillingsschwester schämt sich wegen ihr. Das ist alles ganz schön schlimm finde ich. Aber ich denke, dass diese Leute sich irgendwie nur noch selber helfen können. Ich meine was soll ein außenstehender schon tun?
LG nw


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BeitragVerfasst: So 03. Jun 2007, 18:44 
Hey Sandra,
Ich weiss ganz genau was du meinst. Ich habe eine Freundin, die ist bereits seit fünf Jahren schwer Magersüchtig. Sie hat schon mehrere Therapien hinter sich und manche davon hat sie abgebrochen. Das Problem an dieser Krankheit ist, dass Aussenstehende dieser Person nicht wirklich helfen können. Bei meiner Freundin ist es nicht so, dass sie einfach dünn sein wollte, sondern dass sie sich einsam gefühlt hat und durch die Krankheit Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Dies hat aber genau ins Gegenteil umgeschlagen. Anfangs hat sie ihre Aufmerksamkeit bekommen, doch als ihre Mitmenschen (ich übrigens auch) gemerkt haben, dass sie nicht gesund werden will oder vielleicht nicht kann, wurde sie von vielen links liegen gelassen. Wir hatten einfach keine Kraft mehr (nach fünf jahren...) unseren Kopf über diese Krankheit zu zerbrechen und unser Leben nach einem einzigen Menschen zu richten. Meine Freundin hat nun unsere Schule verlassen und den Kontakt zu all ihren Mitmenschen (ausser der Familie) abgebrochen. Niemand weiss wirklich was sie genau macht, wir wissen nur dass sie sich nicht helfen lassen will und solange sie selbst nicht will, kann man nichts an der Situation verändern.
Ich willl damit nicht sagen dass du deinem Freund nicht helfen kann, es hilft ihm bestimmt wenn du für ihn da bist aber geh nicht soweit, dass sich dein leben nurnoch um ihn und seine Krankheit dreht. Mich hat das mit meiner Freundin nämlich jeden Tag beschäftigt und es hat mir selbst psychisch nicht gerade gut getan.
Ich hoffe dein Freund lässt sich helfen und wird bald wieder gesund. Es sind ja nicht alle Menschen die diese Krankheit haben gleich und ich kenne viele Menschen, die Magersüchtig waren und jetzt wieder gesund sind. Ich denke es kommt immer auf den Fall an.

Mit lieben grüssen
schane


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