Nocheinmal hallo,
Deine Antwort war ja sehr ausführlich...
Zitat:
der Text versucht die Denkwelt seines Autors zu skizzieren - niemand darf erwarten, dass die konkrete Geistkonstruktion eines anderen Subjekts seiner eigenen entspricht.
Das war klar. Niemand kann seiner subjektiven Perspektive entkommen und ob andere die jeweiligen Perpekitiven
verstehen können ist die Frage, aber man kann immerhin
versuchen sie nachzuvollziehen.
Ich glaube letztlich sollte dieses auch für Texte/Storys gelten. Man schreibt (wenn man veröffentlicht) sicher ein wenig mit der Absicht von anderen gelesen zu werden, in dieser Hinsicht vertrete ich die Meinung, dass ein Autor versuchen sollte es seinem Leser möglich zu machen zumindest die "Grundannahme" seiner Story (wenn auch nicht in allen Einzelheiten) zu verstehen.
Zitat:
Es gibt viele Ansätze für Gesellschaftsordnungen - sie können traditionell, irrational, feudal sein, etc. - hier wird die Entfaltung einer pur rationalen menschlichen Ordnung beschrieben, die somit dem technischen Zeitalter angemessen ist.
Pur rational? Da muss ich mich ernsthaft fragen, ob es soetwas überhaupt geben kann. Wo wor grad oben über individuelle Geisteskonstruktionen geredet haben, kann es da eine universell rationale menschliche Ordnung geben?
Zitat:
Wenn da von Prügelstrafe die Rede ist, dann soll sie ja die Freiheitsstrafe ersetzen und ohne gravierende Gesundheitsschädigung erfolgen - was da besser ist, müssten Erfahrungen zeigen. Jedenfalls könnte ich mir einen Abschreckungseffekt vorstellen.
Spätestens wenn Menschen einem Roboterkörper oder gar, ganz körperlos, in ein einer Art Cyber-Space existieren, dürfte diese Art der Strafe ihren Sinn verlieren.
Zitat:
Es werden die Interessen aller gewahrt - jeder kann mitbestimmen - wohin es gehen soll - allerdings , wird ihm widersprochen, wenn er nur sein eigenes Wohlergehen sieht.
Also Unterordnung der individuellen Bedürfnisse zum Zweck eines Gemeinwohls?
Hier fühle ich mich grad in meine Politik-Vorlesungen zurück versetzt, in denen u.a. Thomas Hobbes "Leviathan", oder auch J.J. Rousseau und andere meist schon tote Leute behandelt wurden, die sich nicht nur über die "Natur des Menschen", sondern auch über die geeignete Staatsform Gedanken machten...
Wie es scheint vertrittst Du eine recht positive Einstellung zur menschlichen Natur, oder zumindest bist Du der Ansicht, dass sich die Menschen dahingehend [Zitat: "nicht immer nur das Individuum denken, sondern sollte versuchen seine Spezies einschliesslich der Kreatur und Flora und Fauna ins Universum auszudehnen"] entwickeln sollten.
Zitat:
Jeder ist erfasst, hat sich individueller Kontrolle zu stellen und kontrolliert jeden - dies soll Manipulation ausschliessen.
Und da fragst Du, wo das Negative ist? Vollständige Kontrolle eines jeden durch jeden... Für jemanden wie mich, dem der Schutz der persönlichen Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit sehr wichtig ist, klingt das schon negativ. Zumal ich, wie oben schon angedeutet der menschlichen Fähigkeit zur puren Rationalität - hier unterstelle ich, dass dabei die Abkehr von jeglichem Machtstreben oder negativer Absichten enthalten ist - mehr als skeptisch gegenüber stehe.
Soweit erstmal meine Gedanken zu Deiner Antwort.
Gruß
Shadow