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BeitragVerfasst: So 28. Jan 2007, 16:06 
Buch
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So 09. Jan 2005, 18:49

Beiträge: 899
"Oh, habe ich dich wütend gemacht?", fragte Luciana unschuldig. "Wieso, habe ich gesagt, dass ich deinem Kleinen etwas tun werde? Was unterstellt du mir nurrr?"
"Ich kenne dich", antwortete Gaston. "Du hattest nie ein Problem damit, Menschen zu töten."
"Vielleicht habe ich mich ja geändert...", meinte Luciana lächelnd.
Gaston taxierte sie wie ein Jäger seine Beute, doch sie tat, als würde sie es nicht merken. "Was willst du von mir?"
"Ich sagte doch schon: Fünfzig Menschenjahre will ich dich als Diener, dafür kriegst du dein Goldlöckchen und du musst nicht einmal mit mir kämpfen. Du kriegst, was du willst und ich kriege, was du mir schuldig bist. schließlich hast du mich damals die gleiche Zeitspanne als deine Dienerin gehalten - ich habe es nicht vergessen."


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BeitragVerfasst: Sa 03. Feb 2007, 17:22 
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Nicht vergessen, wie sollte sie auch? Er hatte sie wirklich erniedrigt und leiden lassen, so etwas konnte sie ihm nicht verzeihen. Er lachte zynisch. Es war nicht ihre Verzeihung, die er wollte, er wollte ihre Macht und ihre Stärke, nichts weiter. Sie wußte es und Krishan würde dafür büßen müssen.
"Ich tue es", sagte er mit ruhiger, fester Stimme und sah ihr dabei in die Augen. Er musste sie davon überzeugen, dass er die Wahrheit sprach, auch wenn er nicht gedachte, ihren Wünschen nachzukommen.
Sie lächelte und schlenderte einige Schritte näher.
"Wirrrklich?" Ihr Lächeln wurde breiter. "Dann hast du sicherrrlich nichts dagegen, wenn wirrr diesen Pakt mit Blut besiegeln."
Verdammt!


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BeitragVerfasst: Mo 05. Feb 2007, 11:49 
Kompendium
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Nicht einmal der mächtigste Vampir würde es wagen, einen mit Blut besiegelten Schwur zu brechen. Keineswegs aus Angst um die eigene Ehre oder das Ansehen – nein, das war wieder so eine Sache, bei der die Ersten ihre Finger im Spiel hatten ...
„Darrrf ich dein Schweigen als ein ‚Ja’ verrrstehen?“
Lautlos zog Feliciana einen kleinen Krummdolch hinter ihrem Rücken hervor, wodurch Gaston fast überrascht zurückgewichen wäre. Aber er durfte sich seinen Unwillen nicht anmerken lassen. Er hatte nicht vor, fünfzig Jahre lang ihr Sklave zu sein.
„Na los, Garrrston!“
Aber genauso wenig hatte er vor, Krischan zu verlieren ... Krischan. Wieder dieser Schmerz in seiner rechten Brust, diese ungewohnte Schwäche. Und hätte Feliciana fünfhundert Jahre verlangt, er hatte keine Wahl als auf ihre Forderungen einzugehen.


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BeitragVerfasst: Mo 05. Feb 2007, 18:45 
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Langsam schlossen sich seine Finger um den Griff des Krummdolchs. Feliciana lachte triumphierend auf. Er durfte das nicht tun! Fünfzig Jahre lang ihr Sklave!
Nervös dachte er an Krishan. Er musste es tun! Für Krishan. Er hob den Dolch und schnitt schnell in seine Handfläche. Feliciane riss ihm ungeduldig den Dolch aus der Hand und schnitt sich selbst in die Handfläche, dann packte sie seine blutende Hand und presste sie an ihre Wunde.
Garston kniff die Augen zusammen und sprach: "Ich schwöre bei meiner Seele und auf mein Fleisch und Blut, dass ich dir fünfzig Jahre lang dienen werde." Felicianas Lachen klang hoch und schrill in seinen Ohren


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BeitragVerfasst: So 11. Feb 2007, 12:20 
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"Das ist gut!" Sie lachte erneut. "Denn du wirst es bereuen bis in alle Ewigkeit, wenn du diesen Schwur brichst!"
Mit diesen Worten löste sie ihre Hand von der seinen und verbiss sich im nächsten Augeblick schon an seinem Hals. Garston fühlte, wie sie ihm das rote Leben entzog, wie sein Körper schwächer und schwächer wurde. So muss es damals gewesen sein, als ich gestorben bin, dachte er und konnte sich doch nicht an das Davor erinnern.
Feliciana drückte ihn zu Boden und er hatte keine Kraft mehr, sich ihr zu wiedersetzen. Schließlich löste sie sich von ihm und entfernte das Samtband von ihrem Hals. Kaum hatte Garston noch die Kraft seine Zähne in ihr Fleich zu graben, aber mit jedem Schluck ihres miteinander vermischten Blutes fühlte er sich kräftiger und wußte plötzlich wieder, was es hieß, ein Vampir zu sein.
Sie wiederholten dieses Spiel dreizehn Mal, so wie es niedergeschrieben war und dann gab es keine Möglichkeit mehr, sich dem Pakt zu entziehen. Einzig ein Erster hätte Garston davon freisprechen können, aber die gab es seit tausenden Jahren nicht mehr.


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BeitragVerfasst: Fr 16. Feb 2007, 18:28 
Buch
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So 09. Jan 2005, 18:49

Beiträge: 899
Jedenfalls war seit der Zeit keiner mehr in Erscheinung getreten. Es gab unzählige Gerüchte, immer wieder, die von einer noch lebenden Ersten berichteten, doch entweder waren dies nur Wunschträume oder die Erste schaffte es, immer wieder vom Erdboden zu verschwinden.
Somit standen Gastons Chancen mehr als gering, dem Schwur zu entgehen. "Krishan - du hast es geschworen!", zischte Gaston. Wenn sie ihren Schwur nicht halten würde und Krishan umbringen würde, wäre er frei, doch dass wusste sie wohl auch nur zu gut.
"Ach ja, dein kleiner Gefährte, stimmt", antwortete Feliciana gelangweilt. "Dann gehen wir ihn mal holen - aber in unserer Abmachung war nicht festgelegt, in welchem Zustand er ist", ihr Lächeln wurde gemein. "Ich meine, er lebt natürlich, aber ganz so hübsch wie vorher ist er nicht mehr..."
Gaston starrte sie entgeistert an. "Was hast du ihm angetan?"


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BeitragVerfasst: Sa 17. Feb 2007, 21:27 
Kompendium
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"Lass dich überraschen", hauchte Felician in die Nachtluft.
Gastons unterdrückte seine Wut. Wenn er Krischan erst zu Seinesgleichen gemacht hätte, würden die Wunden heilen und damit die ursprüngliche Vollkommenheit des Jungen zurückkehren.
"Also, dann lass uns losreiten", sagte Feliciana und stieg auf ihren Rappan. "Wir haben heute Nacht noch ein Dorf zu zerstören."
Auch Gaston bestieg sein Pferd und beide ritten los. Die Nacht war noch jung und trotz des geschlossenen Blutpacktes konnte Gaston sich nicht gegen die Freude erwehren, Krischan endlich zu befreien.


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BeitragVerfasst: So 18. Feb 2007, 21:28 
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Beiträge: 76
Als sie das Dorf endlich erreichten, bebte Gaston voller Ungeduld. Schwungvoll stieg er von seinem Pferd und wollte in Richtung des Fackellichts laufen, doch Feliciana hielt ihn zurück.
"Nicht so schnell, mein Lieberrr!", sagte sie und lächelte ihn mit funkelnden Augen an.
Unwillig drehte Gaston sich zu ihr um. "Was willst du?"
Sie strich ihm mit einem Finger langsam am Arm entlang. "Wirrr können uns ruhig Zeit lassen! Dein lieber Freund wirrrd all das sowieso nicht mitbekommen."
Gaston spürte, wie alles Blut aus seinem Gesicht wich. Entsetzt sah er Feliciana an. " Was hast du mit ihm gemacht?"
Feliciana zuckte mit den Schultern und ging langsam davon. "Komm mit. Du wirst es gleich selbst sehen!"
Mit wenigen Schritten hatte er sie erreicht und an den Schultern gepackt. "Was hast du ihm angetan, Feliciana?" Sie lachte nur und spuckte ihm ins Gesicht.


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BeitragVerfasst: Fr 23. Mär 2007, 18:05 
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Er wandte sich wortlos um.
Eine lange Reihe Menschen bildeten eine Gasse, die unweigerlich bis zur Dorfkirche führte; ihre Herzen schlugen nicht mehr, aber sie waren noch nicht lange Untote, sie konnten leicht überwältigt und vernichtet werden, wie sicher auch Feliciana wußte. Garston schluckte und eilte vorwärts, drückte schließlich das kalte, schwere Holz der Tür zur Seite.
Nichts bereitete ihn auf das vor, was ihn im Inneren des Gotteshauses erwartete.
Tarin stand über den Altar gebeugt, ihre Fangzähne leuchteten im gelben Kerzenlicht rot auf. Unter ihr lag Krischan ausgestreckt auf dem nackten Stein, bleich und kahlgeschoren, steif und unbeweglich, als wäre er tot.
Nein!
Ein melodiöses Frauenlachen erklang hinter ihm. Wie er es hasste.
"Du wolltest doch, dass errr einerrr von uns wirrrd?", fragte Feliciana unschuldig. "Nun ist errr es. Ich fand es nurrr angemessen, dass Tarin seine Schöpferrrin sein sollte, dass sie es sein wird, derrr seine ganze Aufmerrrksamkeit gehören wirrrd."
Garston war unfähig sich zu bewegen, er konnte nur auf das grausame Bild vor sich auf dem Altar starren. Warum hatten sie Krischan diese wunderschönen goldenen Locken genommen?
"Bis in alle Ewigkeit wirrrd ein Band zwischen ihm und ihrrr bestehen", flüsterte Feliciana nun dicht an seinem Ohr. "Glaubst du, sie wirrrd ihn in die Gesetze der Untoten so einweisen, wie es ihrrr selbst beigebracht worden ist?"
Zum ersten Mal seit unendlich langer Zeit tat Garston etwas, von dem er geglaubt hatte, er wüßte gar nicht mehr, wie es ginge. Er weinte.


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BeitragVerfasst: Fr 13. Apr 2007, 17:25 
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Feliciana verstummte für einen Moment, noch nie hatte sie ihren ehemaligen Meister weinen sehen. Tarin ging es ähnlich, ehrfurchtsvoll trat sie von Krischan zurück. Vielleicht waren sie ja doch zu weit gegangen?
"Nein!", brüllte Gaston nach ewigen Sekunden der Stille. Der Aufschrei brach sich an den Wänden der Kapelle. "Nein, du hast geschworen ihn am Leben zu lassen." Die Worte sagend rannte er zum Altar und wagte es dann doch nicht, Krischans blassen Körper zu berühren.
"Falsch, ich habe nur versprochen ihn zu befreien ..."
"Unsinn! Du hast deinen Teil des Paktes gebrochen, ich bin dir nichts mehr schuldig, ich nehme Krischan und gehe!"


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BeitragVerfasst: Fr 01. Jun 2007, 18:03 
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Langsam öffneten sich klare blaue Augen, ein wenig heller als Saphire. Neben den wunderschönen goldenen Locken waren sie es gewesen, die Gastons Interesse an Krischan geweckt hatten. Verwirrt schaute sich der junge Mann um und setzte sich auf, suchte nach einem vertrauten Gesicht und so landete sein Blick bei Gaston. "Was ist geschehen?", flüsterte er unsicher und fuhr sich mit der Hand durch das Haar - beziehungsweise versuchte es, doch alles was er ertastete war die glatte Haut seines Kopfes. Erschrocken verharrte er in der Bewegung. "Was ist mit meinen Haaren?"
"Krischan!", durchdrang Tarins Stimme die Stille und Gastons Schock. "Hör mir zu!"
Da glomm tiefste Wut in Gaston auf. "Ihr Hexen", zischte er leise. "Alles was ihr seid, seid ihr durch mich und ihr wagt es, euch auf diese Art und Weise gegen mich zu stellen? Ich habe euch das Leben nach dem Tod gegeben und ich kann es euch wieder nehmen, habt ihr das bedacht?"


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BeitragVerfasst: Mo 20. Aug 2007, 08:31 
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Do 11. Mai 2006, 15:08

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Feliciana lachte auf. "Hast du bedacht, dass auch dein Geliebter sterben wird, wenn du Tarin tötest?" Heiter sah sie ihn an. Sein Blick verschleierte sich vor Wut und er konnte das Zittern, das durch seinen Körper lief, nicht mehr unterdrücken. "Aber du!", kreischte er. "Zwischen dir und dem Tod steht nichts!"
Feliciana hob nur elegant ihre Hand und das ließ ihn tatsächlich inne halten.
"Sollte ich vergessen haben, es dir zu erzählen?", überlegte sie laut und gespielt langsam. "Krischan trank mein Blut ebenso wie das ihre, töte mich und er wird nur noch ein Schatten seiner selbst sein."
Garston sank auf den Boden zusammen. Sie hatten gewonnen.
"Was ist es, das ihr wirklich von mir wollt?", fragte er leise und unendlich erschöpft.


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