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In den Winter - Kapitel 3 (Verbessert)
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Senfglas
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Verfasst: Mo 16. Okt 2006, 17:57 |
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| Kompendium |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
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[align=center]Sherlock Holmes - Kapitel 3[/align]
Ein Windstoß kam auf, die Farben wirbelten durcheinander und Simon verlor das Blatt aus den Augen, das er beobachtet hatte.
Er seufzte und rieb seine gefühllosen Hände aneinander. Das weiße Haus vor ihm lag immer noch im Stillen, Kälte und Ablehnung in den großen Fenstern. Simon wusste, dass innen die Polizeimaschinerie angelaufen war, aber von außen her wirkte alles tot und vergessen, eine öde, leere Ebene, in der Kälte herrschte.
Das Gleiche wie mir. Simon schüttelte den Kopf und ging im Garten auf und ab. Schon seit er Denken konnte, hatte er diese Fähigkeit besessen, als er auf der Straße gelebt hatte, betäubt durch zu viel Alkohol, seitdem er für Swarren arbeitete und die Bilder sah, wie es zum Mord gekommen war, schillernd und lebendiger. Aber noch nie so unklar.
Wieso das Gleiche wie mir?
Er kniff die Augen zusammen, konzentrierte sich auf die wirbelnden Farben. Kein Blut, keine Leiche, nur Blätter, Blätter, Blätter ... ein Mädchen steht dort. Seine Augen sind leer, leerer als die spiegelnden Fensterscheiben und es hat nur ein dünnes Kleid unter seinem Mantel. Oh, wie sehr es frieren muss, hier im ...
Simon blinzelte erschrocken und stolperte rasch einige Schritte zurück, die Farben verschwommen vor seinen Augen, gelb, grün, rot, gelb, grün ... „Aufhören!“, befahl er seinem Kopf. Aufhören. Da war nichts, natürlich war da nichts, nur die schwarze Wand und der Gartenzaun, dennoch meinte er in diesem Moment fast, sein Herz würde in seiner Brust zerspringen.
So sollte, so durfte das nicht sein. Noch nie hatte er die Visionen nicht unter Kontrolle gehabt, noch nie waren sie so ... unklar gewesen. Vielleicht wurde er ja auch langsam aber sicher verrückt.
Simon drehte und wendete den Gedanken in seinem Kopf, wie der Wind die Blätter, wusste nicht, ob er ihm gefiel oder nicht. Schultern hochziehen und die Kälte ignorieren. Nachdenken, dann tat er wenigstens etwas außer frieren. Er kannte dieses Mädchen, irgendwoher kannte er es. Hatte er es vorher gesehen, in seiner Vision? Er versuchte, sich zu erinnern, aber vor ihm blitzten nur grüne und gelbe Felder auf, zusammen mit einem Gefühl grenzenlosen Vertrauens und grenzenloser Verlorenheit. Wenn das Mädchen die Mörderin war ...
Er seufzte. Warum dann Felder, warum diese fremde Sprache, warum "Winter"? Warum verdammt noch mal hatte er nichts Klares gesehen? Wer war das Kind gewesen? Dieselbe Gestalt wie eben?
So viele Fragen ... Er lächelte bitter, zwang seine Gedanken, sich von dem Mord zurückzuziehen. Es ging ihn schließlich nichts an, das alles war Sache der Polizei. Seine Aufgabe war es nur zu sehen, mehr nicht, die Visionen würden nachlassen, wenn ...
"Hier. Für Sie." Simon fuhr erschrocken auf, starrte einen kurzen Augenblick lang verständnislos auf die dampfende Tasse Kaffee, die ihm hingestreckt wurde. 'Dampf', dachte er. 'Heiß.'
Noch bevor das Misstrauen über ihm zusammenschlagen konnte, hatte er schon danach gegriffen, spürte die Hitze, die seine Finger verbrannte. Egal, alles egal. Wärme durchströmte ihn, wunderbare, wohltuende Wärme und eine kurze Zeit lang war er fast glücklich.
"Danke sehr", sagte er vorsichtig und seine Augen wanderten die immer noch ausgestreckten Hände empor zu einem freundlichen Gesicht mit kurzen, blonden Haaren und Sommersprossen. Dann hätte er fast die Tasse fallen lassen. Eine Frau? Er konnte gerade noch verhindern, seinen Gedanken laut auszusprechen, dennoch starrte er sie wohl einen kurzen Augenblick zu lange an.
"Entschuldigung", meinte er hastig, noch bevor sie irgendetwas hätte sagen können. "Ich wollte nicht ... ich war nur überrascht. Ich dachte nicht, dass die Polizei ..." Simon sah, wie sich ein Lächeln über ihr Gesicht ausbreitete und klappte den Mund zu. Auch ein lächelnder Polizist war beunruhigend, aber zumindest hatte sie ein nettes Lächeln.
"Ist schon in Ordnung. Die meisten reagieren so, und die wenigsten entschuldigen sich dann. Ich bin wohl noch so eine Art ... Unikum" Sie lachte. Ihre Stimme klang nach Sommer und Wald, nach Blätterrauschen. "Nicht sehr nett von ihm, Sie hier draußen einfach in der Kälte warten zu lassen."
"Ich glaube, das ist Inspektor Swarren egal", antwortete er, und in dem Moment versetzte ihm die Stimme in seinem Kopf einen Stoß. Er fiel buchstäblich in die Angst hinein. Woher wusste sie...
"Ihm ...?", er schluckte. "Warum ... ich meine, woher ... ?"
"Ach, wir kennen Sie inzwischen. Sie sind Mr. Lahay, nicht wahr?", sagte sie, als würde sie ihm mitteilen, dass die Kartoffelpreise gerade gestiegen waren. Simon konnte nur noch starren, einen kurzen Augenblick lang fiel seine "Ich–spreche–mit–der-Polizei"-Maske von ihm ab.
"Ihr kennt mich?"
Wieder dieses Lächeln, ein nettes Lächeln, auch wenn ihm jetzt auffiel, dass es auf ihren Mund beschränkt blieb. „Eigentlich nicht. Aber wir sind neugierig. Einige von uns.“ Sie warf einen kurzen Blick zum Haus zurück, aus dem jetzt Menschen herausströmten, ihr blondes Haar wirbelte ihr ins Gesicht.
„Und Sie haben den kürzesten Strohhalm gezogen und sind hier, um mich auszuhorchen?“
„So in der Art“, gab sie zu. „Es existiert inzwischen eine ganze Gerüchteküche, die extra für Sie geköchelt wird. Immer wenn Inspektor Swarren zu einem Mordfall gerufen wird, verlangt er nach ihnen. Und dann schickt er alle anderen weg. Und dann wird fast immer jemand sehr bald danach verhaftet." Sie lachte. "Ein paar Leute glauben, sie sind ein Profi, ein zweiter Sherlock Holmes oder sowas."
Ein Profi ... Simon musste auch lachen, musste seine ganzen Sorgen hinauslachen, bis ihm so hundeelend war, dass er glaubte, an dem Lachen ersticken zu müssen.
Glauben Sie das auch?“, lag ihm auf der Zunge, aber er schluckte die Wörter hinunter, eines nach dem anderen schluckte er sie hinunter.
Statt weiter zu lachen, zu reden und diesen freundlichen blauen Augen Lüge über Lüge zu erzählen, setzte er die Tasse an die Lippen und trank seinen Kaffee. Langsam. Um nicht denken zu müssen, um nicht lügen zu müssen. Und um die Sätze zurückzuhalten, die sich in der Leere, die ihn ausfüllte, langsam formten.
Sherlock Holmes hat nicht wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis gesessen.
Sherlock Holmes hat nicht seine Frau durch seine Blödheit umgebracht.
Sherlock Holmes hat nicht Johnny aufgehalten, den Mann zu erschießen.
Sherlock Holmes hat noch eine Gegenwart.
Und dann, ganz am Schluss, als er dachte, dass der Kaffee schon alle Wörter vernichtet, alle Sätze zerstreut hätte:
Sherlock Holmes ist ein verdammtes Drecksschwein!
„Danke für den Kaffee", sagte er leise und hätte sie nicht reflexartig zugegriffen, die Tasse wäre auf dem Kiesboden zerschellt. Nichts denken, nichts fühlen. Nichts sein. Das hatte er schon als kleiner Junge versucht, immer dann, wenn sein Vater zu ihm gekommen war. Es hatte nie funktioniert, nicht als er von zu Hause weggelaufen war und auf der Straße gelebt hatte, nicht an jenem verhängnisvollen Tag, als er seine Freunde verraten und sie alle in die Hände der Polizei gespielt hatte, nicht einmal im Gefängnis war es ihm gelungen, als man ihm mitgeteilt hatte, dass Linda ... ermordet ... Simon ließ den Gedanken schnell wieder fallen.
Aber als er sich jetzt umdrehte und durch den Wind zurück zu dem Haus stapfte, zurück zu den leeren, spiegelnden Fenstern, da hatte er fast das Gefühl, dass er es diesmal schaffen könnte. Dass seine Gefühle ihn nur zögerlich wieder einholten, für kurze Zeit hier zurückblieben, draußen bei der Polizistin mit dem netten Lächeln und der Sommerstimme, draußen im Leben, während er wieder zurück zu der weißen Tür ging, zurück zum Tod. Zurück in den Winter Winter, Winter...
„Scheiße Pete, schau dir nur mal ihre Augen an.“ Rock kommt näher und Ziyo hebt den linken Arm ein bisschen, den mit der Waffe. Sie fürchtet sich nicht vor der Frau, aber sie will nichts riskieren. „Ich hab noch nie solche Augen gesehen. Ey Pete, was woll’n wir denn mit diesem abgefuckten Junkie hier?“ „Lass sie einfach ein paar Sekunden in RUHE, ja?“ Pete stellt sich zwischen sie und Rock, so dass die Frau verschwindet, vielleicht gibt es sie nicht, vielleicht hat sie sie sich nur eingebildet. „Ignorier sie einfach“, sagt er und Ziyo wundert sich, weil sie das doch schon tut. „Was war denn los vorher, hm?“ Wieder diese raue Stimme und sie weiß auf einmal, dass er glaubt, auf diese Weise beruhigend und vertrauensvoll zu klingen. „Was macht jemand wie du hier?“ Die Frage setzt sich in Ziyo fest, und zum ersten Mal seit langer Zeit denkt sie nach, denkt sie richtig nach. Was sie hier macht? Den Winter suchen. Warum? „Ich habe den Winter getötet“, sagt sie langsam und erst da wird ihr bewusst, dass das die Wahrheit ist. Pete lacht. „Den Winter getötet. Alles klar. Hab mich schon gefragt, wo er bleibt, bald wird’s wieder Frühling, oder?“ Ziyo sagt nichts, sie hat den Verdacht, dass er sie nicht versteht. Die Welt fängt wieder an, sich zu drehen, sie geht in die Hocke, wünscht sich alle Menschen weit, weit weg. „Hey...“, der Mann namens Pete lässt sich neben ihr nieder und schlingt die Arme um seine Beine, Unsicherheit geht von ihm aus und das tröstet sie etwas. „Wenn du willst, kannst du eine Weile hier bleiben. Bis du dich wieder besser fühlst, oder so. Einverstanden?“ Sie nickt zögerlich. Im Moment ist sie sich nicht einmal sicher, ob es so etwas wie „besser fühlen“ für sie noch gibt. „Oh Daniel, was hab ich bloß getan“, fragt sie sich, obwohl sie sich nicht erinnern kann, wer Daniel ist oder was sie damit eigentlich meint. „Was hab ich bloß getan?“
Zuletzt geändert von Senfglas am Di 18. Mär 2008, 16:31, insgesamt 9-mal geändert.
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nebelwelt
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Verfasst: Di 17. Okt 2006, 21:00 |
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| Buch |
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Registriert: So 09. Okt 2005, 17:45
Beiträge: 622
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Hey Senfglas,
Du rettest meinen Abend, merk ich grade ; ).
Ein paar Anmerkungen:
Zitat: Simon wusste, dass Innen die Polizeimaschinerie angelaufen war, "innen" klein Zitat: starrte einen kurzen Augenblick lang verständnislos auf die dampfende Tasse Kaffee, die ihm hingestreckt wurde. "Dampf", dachte er. "Heiß." Die Stelle ist super! Drückt seine Verwirrtheit (heißt das so? *g) auf eine für den Leser fast amüsante Art und Weise aus *freu Zitat: Wärme durchströmte ihn wunderbare, wohltuende Wärme und eine kurze Zeit lang war er fast glücklich. Zwischen die beiden markierten Wörter müsste meiner Meinung nach ein Komma oder ein Punkt Zitat: Simon musste auch lachen, musste seine ganzen Sorgen hinauslachen bis ihm so hundeelend war, dass er glaubte, an dem Lachen ersticken zu müssen. Auch eine wirklich total toll gelungene Stelle! Zitat: Und um die Sätze zurückzuhalten, die sich in der Leere, die ihn ausfüllte, langsam, aber unaufhaltsam, formten. Hier ist nicht ganz klar, ob sich "langsam aber unaufhaltsam" auf Leere oder Sätze bezieht Zitat: Pete stellt sich zwischen sie und die Frau, so dass die Frau verschwindet, vielleicht gibt es sie nicht, vielleicht hat sie sich Rock nur eingebildet.
Irgendwie komm ich hier mit "sie", "Frau", "Rock" durcheinander und konnte erst, nachdem ich den Satz dreimal gelesen hatte, verstehen, wer wer ist.
Du hast eine sehr geschickte Taktik angewandt, uns mehr über Simon und seine Vergangenheit zu erzählen: Du hast ihn mit Sherlock Holmes verglichen (von dem ich, um ehrlich zu sein, nie eine Ahnung hatte *gg). Ich find diese Idee so super, dass ich sie mir auf jeden Fall merken werde.
Eine neue Person kommt ins Spiel, die Bullenfrau. Irgendwie ist die mir unsympathisch und ich hoffe, dass sie und Simon sich nicht verlieben und heiraten, weil das wär irgendwie voll blöd *gg.
Der Ziyoteil war wieder sehr schön zu lesen. Ich freu mich immer schon drauf, da anzukommen, wos bunt wird. Sowieso mag ich die Kleine voll gerne. Sie ist irgendwie voll niedlich und wenn ich die auf der Straße treffen würde, dann müsste sie mit zu mir nach hause kommen und nicht wieder gehen *gg.
Ein ganz bisschen zu oft erwähnst du in diesem Teil für meinen Geschmack den Wind. Ich weiß ja, dass der wichtig ist, für deine Geschichte. Und ich mag Wind auch voll gerne. Aber irgendwie hat mich das dann, als ich immer wieder von wirbelnden Blättern gelesen hab, ein wenig gestört.
Insgesamt hat mir dieser Teil wieder sehr gut gefallen. Handlungsmäßig passiert nicht wirklich viel aber das macht nichts. Weil dein Schreibstil so super angenehm und schön zu lesen ist, dass ich ewig weiterlesen könnte, ohne das irgendwas passiert. (Und ein bisschen was passiert ja).
Leider wars ja bisschen kurz und ich bin schon durch ; (.
Bis ganz bald!
Liebe Grüße, nebelwelt
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Senfglas
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Verfasst: Mi 18. Okt 2006, 15:41 |
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| Kompendium |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
Beiträge: 1060
Wohnort: Heidelberg
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Hallo Nebelwelt
Ich freu mich grad voll über deinen Kommi, und wenn ich mich so arg freu lauf ich Gefahr abzudrehen und nur noch Unsinn zu schreiben*gg*, aber ich geb mir Mühe
Du hast die Stellen hingeschrieben, die dir ganz besonders gut gefallen haben, das find ich voll toll *g* dankeschön. Vor allem weil ich selber mit diesem Kapitel nicht warmwerde, eben weil wieder eigentlich nix passiert und ja.. ich mags ned
Die Dinge, die du angemerkt hast, hab ich shcon verbessert. Der Wind - ja, da hab ich sogar schon ein bisschen was weggekürzt, in der alten Version wird noch alles ganz genau beschrieben, noch viel mehr Wind un Blätter und so *g* da hättsch gschaut - wies Scwälble wenns blitzt
Aber ich hab den Anfang jetzt auch ein bisschen gekürzt und einmal "Wind" durch "kälte" ersetzt, ich bin nicht so gut im Sachen rausstreichen von Dingen, die ich selber gechrieben hab, dummerweise...
Das du die Sherlock Holmes Idee magst find ich toll - ich war auch voll stolz auf mich*g*. Ist mir erst eingefallen, kurz bevor ich die Geschichte reinstellen wollte.
Die Bulefrau *g* - die sollte man eigentlich sympathisch finden - mist  Aber in der ersten Version war die auch voll böse, vielleicht klingt das ja noch mit. Und heiraten werden die nicht - obwohl - du bringst mich auf Ideen g*.
Zitat: Handlungsmäßig passiert nicht wirklich viel aber das macht nichts
 das stört mich selber etwas, aber ich kann des irgendwie ned anders - ich hab das Kapitel hier sogar schon ganz umgeschrieben und geändert, damit was passiert aber dann war ich so unzufrieden damit, dass ich alles gleich hinschmeissen wollt und dann hab ich mir gedacht: Bevor ich das hier verbieg und ich nur noch mit schrecken an die Geschichte denk, lass ich das so. Punkt! *g*
Aber es freut mich, dass du das nicht so schlimm findest, ich bin mir sicher ich krieg auch noch andere Meinungen dazu.
Vielen Dank auf jeden Fall für deinen lieben Kommi, ich hab mich sehr darüber gefreut
Liebe Grüße
Senf
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Orpheus
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Verfasst: Do 19. Okt 2006, 15:10 |
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| Taschenbuch |
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Registriert: Do 03. Feb 2005, 20:40
Beiträge: 459
Wohnort: Kassel
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Hallo Senfglas,
endlich Kapitel 3. Ich habe schon befürchtet, du willst uns noch ein wenig warten lassen.
Aber zuerst ein paar Textsachen:
Ach ja, bevor ich irgendetwas hier aufzähle: Vor den drei Punkten fehlt konsequent eine Leerstelle. Nur wenn ein Wort abgerissen wird, schreibt man keine Leerstelle. Ansonsten immer mit Leerstelle.
Zitat: gelb, grün rot, gelb, grün...„Aufhören!“ befahl er seinem Kopf. Nach den drei Punkten eine Leerstelle und vor dem "befahl" ein Komma. Zitat: noch nie waren sie so... unklar gewesen. Hier fände ich statt der Punkte einen Gedankenstrich schöner. Ist aber sicher Geschmackssache. Zitat: warum diese fremde Sprache, warum "Winter?" Das zweite Anführungszeichen gehört vor das Fragezeichen. Zitat: Egal, alles egal, Wärme durchströmte ihn Der Satz steht hier nur symbolisch. Ich habe mich an manchen Stellen gefragt, warum du keinen Punkt setzt, sondern nur ein Komma, obwohl der Gedanke des Satzes abgeschlossen war. Will in diesem speziellen Fall heißen: Warum nach dem zweiten "egal" kein Punkt? Zitat: "Nicht sehr nett von ihm, sie hier draußen einfach in der Kälte warten zu lassen." "Sie" bitte groß. Zitat: "Ich glaube, dass ist Inspektor Swarren egal" "das" Zitat: "Ich – Spreche – Mit – Der - Polizei" - Maske Die Leestellen würde ich weglassen. Zitat: Sherlock Holmes ist nicht wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis gesessen. Jetzt schlagt mich bitte nicht gleich, aber seit wann sagt man den "ist gesessen". Das muss doch "hat gesessen" heißen, oder? Zitat: und sie alle in die Händ der Polizei gespielt hatte
Hände
So das war auch schon alles, was ich gefunden habe.
Auch dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen. Die eigentliche Handlung wird zwar kaum weitergebracht, doch dafür erhält die hauptperson einen Hintergrund. Übrigens, da stimme ich nebelwelt zu, sehr geschickt eingebaut.
So und schon weiß ich gar nicht mehr, was ich noch schreiben soll.  Nun gut, dann bleibt es halt so ein kurzer Kommi. Ich hoffe du verzeihst.
Bin auf jeden Fall gespannt wie es denn nun weitergeht.
Liebe Grüße
Orpheus
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Senfglas
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Verfasst: Do 19. Okt 2006, 17:05 |
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| Kompendium |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
Beiträge: 1060
Wohnort: Heidelberg
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Hallo Orpheus
*vollfreu*
Ich hatte schon ein bisschen Angst vor deinem Kommi, weil ja wieder nichts passiert und *g* jetzt freu ich mich wie ein schnitzel über deinen Kommentar.
Zitat: Ach ja, bevor ich irgendetwas hier aufzähle: Vor den drei Punkten fehlt konsequent eine Leerstelle. Nur wenn ein Wort abgerissen wird, schreibt man keine Leerstelle. Ansonsten immer mit Leerstelle. Das ist wohl irgendwie verschluckt worden in dem Versionen-Wirrwar, den ich bei dem Kapitel hab. Und dabei hat Libbi das auch schon angesprochen in einem früheren Kapitel Dankeschön für dein Lob. Vorher sah ich so aus:  Jetzt so: Freut mich sehr, auch dass du die Idee mit dem Einbauen gut findest, ich mag die auch *g* Und ja, stimmt, es heisst hat gesessen. Das schockiert mich jetzt, das mir das nicht aufgefallen ist. Zitat: ein kurzer Kommi. Ich hoffe du verzeihst
nee du ( bitte beachte das Leerzeichen  )... unter eineinhalb Seiten Kommentar geht bei mir nix
Vielen Dank noch mal
Liebe Grüße
Senfglas
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rubsch
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Verfasst: So 22. Okt 2006, 19:06 |
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| Journal |
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Registriert: Fr 29. Apr 2005, 16:31
Beiträge: 245
Wohnort: Tübingen
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Hallo Senf!
Jetzt warte ich schon so lange auf diesen Teil! Dann endlich ist er da und ich möchte ihn gar nicht mehr lesen... Naja du musst überhaupt nicht verstehen warum nicht, wichtiger ist dass ich ihn gelesen habe und ich sagen muss dass ich dich für das größte Talent hier halte, auch wenn das nur meine eigene bescheidene Meinung ist!
Mein Gott kannst du gut schreiben! Wirklich deine Geschichte fesselt mich! Und das schon seit den ersten Worten... Und dieser Teil, naja was soll ich sagen, wahrscheinlich der bisher beste von allen...
Du bringst mich dazu Lahay wirklich sehr zu mögen. Seine Verunsicherte Art, dieses Verlorensein und diese Trauer machen ihn zu einem fesselnden Charakter, der wirkliches Leben enthält!
Auch Ziou wirkt nun klarer nicht nur wie ein Traum. Auch wieder hier diese Verunsicherung, die sich durch deine ganze Geschichte zieht und selbige auch mystisch wirken lässt!
Die Passage mit Sherlock Holmes hab ich geliebt! Auch wenn du vielleicht ein wenig zu viel auf einmal über Lahays Vergangenheit verrätst.
Ich habe wirklich nichts zu meckern sonder nur eine einzige Bitte:
Mach weiter so!
liebe Grüße
Rubsch
P.S. Ich bin ein kleiner Amateurregiesseur und mich juckt es geradezu in den Fingern deine Geschichte zu verfilmen. Vielleicht magst du mir ja die Erlaubnis dazu geben und dann auch den Film erhalten! Natürlich würdest du ein Mitspracherecht haben usw aber vielleicht sollte ich dich erst einmal zu Ende schreiben lassen... und schauen ob die Verfilmung überhaupt im Bereich des Möglichen liegt und im Bereich meiner Möglichkeiten Tschuldigung 
_________________ "Profil und Werkeverzeichnis"
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Senfglas
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Verfasst: Di 24. Okt 2006, 17:03 |
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| Kompendium |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
Beiträge: 1060
Wohnort: Heidelberg
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Hallo rubsch
Bei so viel Lob weiß ich garnicht was ich sagen soll. Dir auf jeden Fall ganz vielen Dank dafür, dass du die Geschichte doch noch gelesen hast, obwohl du zuerst nicht wolltest ( ich kenn das, gerade wenn ein neuer Teil bei Fortsetzungsgeschichten da ist *gg* )
Du machst mich grad voll glücklich, weißt du das?
Schön, dass du Lahay magst und jetzt auch Ziyo *g* schau, die wacht schon langsam auf, das dauert nur länger weil sie sehr lange geschlafen hat - sozusagen
Dass der Teil dir so gut gefällt überrascht mich, ich freu mich voll.
Und so arg viel weiß man auch noch nicht über Lahays Vergangenheit, da bleiben schon noch ein paar Fragen.
Auf jeden Fall vielen lieben Dank dir und einen schönen, Donnerstag
Liebe Grüße
Senfglas
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Libertine
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Verfasst: Di 24. Okt 2006, 19:46 |
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| Lexikon |
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Registriert: Mi 16. Mär 2005, 18:26
Beiträge: 2933
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Hallo Senf,
Ziyo ist die Mörderin? Ehrlich? Und der Tote ist der Winter? Und das verbindet die beiden?
Is that it?
Sprachlich sehr schön, inhaltlich irgendwie ernüchternd. So offen. Also nicht offen wie offenes Ende, sondern offen wie eine Schachtel, wo man die ganze Zeit ein Tuch draufgelegt hat, durch das man kaum sehen kann. Und jetzt ist das Tuch weg und der Inhalt liegt offen vor uns. Einfach so.
Ich lese deine Geschichte auch hier unheimlich gern. Es scheint endlich ein bisschen zusammenzupassen.
Ziyos Geist drogengeschwängert, ihr Bewusstsein dämmrig, ihre Realität nicht da. Viereckig und bunt. Tausend Eisflächen, in die zu stürzen droht. Und sie selbst immer kurz vor dem Kreislaufkollaps. Jetzt hat sie Unterhalt gefunden, irgendwo, bei ein paar Pennern in der Ecke. Hoffen wir, dass sie zu sich findet und realisiert.
Du gibst uns hier ein paar Informationen über Simon. Wir erfahren, was in seiner Vergangenheit geschehen ist.
Er hat seine Frau umgebracht, Zoff mit den Eltern gehabt, ist abgehauen, er hat seine Freunde verraten an die Polizei, und irgendwo dazwischen ist seine Seele verloren gegangen.
Seine Suche nach dem Winter, oder die Angst davor, scheint auch nur eine Vision zu sein, eine durchgängige, die ihn stark berührt. Vllt kommt er nicht an Ziyo ran, weil sie so schwach ist. Wäre sie stärker, mehr bei sich, dann könnte er sie evtl. deutlicher sehen. Wir werden sehen.
Übrigens musste ich am Sonntag beim Polizeiruf an deine Story denken. Hast du den gesehen? Ich fand's echt heftig.
Ein bisschen unklar war mir, wo er steht, als er sich mit der Polizistin trifft. Ich dachte, er wäre am Haus der Frau, die vernommen wird. Allerdings steht er dann vor einer schwarzen Mauer und gegenüber ist das Haus. Dabei war ich davon ausgegangen, dass die Mauer zu dem Haus gehöre. Vllt schaffst du das noch ein bisschen deutlicher zu machen, wo er denn nun steht. (Hatten wir sowas nicht schon mal? Liegt das eigentlich an mir, dass ich nie weiß, wie die Häuser stehen? *g)
Anmerkungen:
Zitat: Simon wusste, dass innen die Polizeimaschinerie angelaufen war, aber von außen her wirkte alles tot und vergessen, eine öde, leere Ebene, in der Kälte herrschte. Sicher, dass du eine "Ebene" meinst, wenn du von einem Haus sprichst? Das wirkt nicht ganz rund auf mich. Zitat: seinen Augen, gelb, grün rot, gelb, grün ... „Aufhören!“,befahl er seinem Kopf "grünrot" oder "grün, rot" "Aufhören!" , befahl" Zitat: Er kannte dieses Mädchen, irgendwoher kannte er sie. Hatte er sie vorher gesehen, in seiner Vision? Vorher schreibst du "es" für das Mädchen, hier dann "sie", es von beidem wäre gut. Zitat: "Dampf", dachte er. "Heiß." Wenn er's denkt, dann vllt kursiv, oder in einfache Anführungsstriche. Sondern flüstert er das in meiner Vorstellung. Zitat: lang fiel seine "Ich–Spreche–Mit–Der-Polizei" - Maske von ihm ab seine "Ich-spreche-mit-der-Polizei"-Maske Zitat: dieses Lächeln, ein nettes Lächeln auch wenn ihm jetzt auffiel, dass es auf ihren ...Lächeln, auch... Zitat: ganzen Sorgen hinauslachen bis ihm so hundeelend war, dass ...hinauslachen, bis... Zitat: “Glauben Sie das auch?“ lag ihm auf der Zunge, aber er schluckte Anführungsstriche vorne runtersetzen ...auch?", lag... Zitat: Sherlock Holmes hat nicht Johnny aufgehalten, den Mann zu erschießen. Johnny, einer seiner Freunde, die er an die Polizei verraten hat, mh? Zitat: Und dann, ganz am Schluss als er dachte, dass der Kaffee ...Schluss, als... Zitat: „Danke für den Kaffee", sagte er leise und hätte sie nicht reflexartig zugegriffen, die Tasse wäre auf dem Kiesboden zerschellt. Nichts denken, nichts fühlen. Nichts sein. Gefällt mir unheimlich gut! Zitat: jenem verhängsnisvollen Tag, als er seine Freunde verraten und "verhäng nisvollen Tag" Zitat: Pete lacht. „Den Winter getötet. Alles klar. Hab mich schon gefragt, wo er bleibt, bald wird’s wieder Frühling, oder?“ Wie geil! Ich musste so lachen! Zitat: „Hey...“, der Mann namens Pete lässt sich neben sie nieder und schlingt die Arme um seine Beine, "neben ihr nieder" Zitat: „Wenn du willst kannst du eine Weile hier bleiben. Bis
...willst, kannst...
Liebe Grüße,
Libertine
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Senfglas
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Verfasst: Mi 25. Okt 2006, 16:52 |
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| Kompendium |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
Beiträge: 1060
Wohnort: Heidelberg
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Hallo Libbilein
Vielen lieben Dank für deinen Kommi, ich freu mich voll; schau ich heut früh auf verlorene-werke und erwarte nichts tolles und dann .. dann kommt die Freude und ich darf doch noch nicht antworten siondern muss in die Schule...
Zitat: Sprachlich sehr schön, inhaltlich irgendwie ernüchternd. So offen. Also nicht offen wie offenes Ende, sondern offen wie eine Schachtel, wo man die ganze Zeit ein Tuch draufgelegt hat, durch das man kaum sehen kann. Und jetzt ist das Tuch weg und der Inhalt liegt offen vor uns. Einfach so. *gg* Abwarten. Ein Krimi sollte es nie werden, und alles weißt du noch nicht. Da gibts schon noch hier und da einen Zipfel Tuch an den Ecken der Schachtel Aber vielen Dank für das Lob, das baut mich voll auf. Komisch, wenn ich denk ein Teil ist Mist krieg ich dafür das meiste Lob. Das mit Ziyo hast du wunderschön formuliert, Viereckig und bunt. Tausend Eisflächen, in die zu stürzen droht da musste ich heute in der Englishstunde dran denken, als die Rede auf Mrs. Prism (Buchgestalt) kam *g* Zitat: Übrigens musste ich am Sonntag beim Polizeiruf an deine Story denken. Hast du den gesehen? Ich fand's echt heftig. Ich bin ein Polizeiruf/Tatort/Ein Fall für zwei und wie sie alle heissen Gegner *g*, das hat sich mein Vater früher jeden Sonntag angeschaut und ich konnte dann nicht die tollen Filme sehen, die währenddessen liefen...
Ich werde die Fehler bald berichtigen, auch die Haussache
Vielen lieben Dank nochmal, ich hab mich sehr über deinen Kommi gefreut
LIebe Grüße
Senfglas
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Lain
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Verfasst: Di 28. Nov 2006, 00:49 |
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| Lexikon |
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Registriert: Mi 12. Jan 2005, 11:58
Beiträge: 2265
Wohnort: Prüm
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Hey Senfglas!
Simon tut mir immer mehr leid, je mehr ich von ihm erfahre, je mehr ich ihn beobachten kann. Er wirkt so unschuldig, wie er die Blätter beobachtet und doch hat er so viel schlechtes getan. Ich hätte ihm das nicht wirklich zu getraut und wenn ich ehrlich bin, mache ich das immer noch nicht ganz. Er ist einfach kein Mörder - seine im Grunde so friedliche, eher passieve Art passt da gar nicht zu, irgendwie. Ich kann nicht glauben, dass er wirklich er selbst war, wenn er daran denkt, davon spricht klingt es auch eher wie die Taten von jemand anderem, jemandem, der ganz weit weg ist, an den er sich nicht einmal richtig erinnern kann. Diese kurze Erwähnung seiner Taten hat mich nur noch neugieriger darauf gemacht, was da wirklich dahinter steckt, was geschehen ist.
Auch über seine Gabe wirfst du wieder neue Fragen darum. Wieso kann er sie ausgerechnet jetzt, in diesem Moment nicht mehr kontrollieren? Und was hat Ziyo denn damit zu tun - auch wenn der krusive Teil im letzten Kapitel nicht wirklich sie war, dann hat er sie doch gesehen, irgendwie ist sie in die Sache verwickelt. Sie macht seinen Kopf kaputt mit ihren Bildern, macht Selbstzweifel dahin, wo vorher Beherrschung war und ich weiß nicht mal, ob sie das beabsichtigt. Oder was es damit auf sich hat. Vielleicht ist sie ein bisschen wie er, hat nur noch viel mehr ihre Erinnerung vergessen, alles schlimme was passiert. Sie wirkt irgendwie traumatisiert, auf jeden Fall macht mir Zustand mir irgendwie Sorgen. Und was macht sie da mit der Pistole? Das Ende hast du auf jeden Fall sehr gut hinbekommen, diese Erwähnung eines Namens, eines Menschens, den sie eigentlich kennen müsste, aber sein Bild bleibt weg, sie kann es nicht finden. Ich wüsste zu gerne, wer das ist  .
Und noch was Neues gibt's - freundliche Polizisten. Hätte nicht gedacht, dass es so was da gibt *gg*. Mal was ganz anderes, aber es ist ja auch eine Frau, die sind im allgemeinen ein bisschen freundlicher und außerdem hat sie keine Ahnung davon, was Swarren weiß und amit auch keine Macht über Simon. Das ist doch schon mal sehr viel mehr beruhigend als der ständige Zwang. Ich finde ziemlich gut, dass er ihr das auch nicht sagt, dass er gar nichts sagt. Weil ich glaube, das könnte sie rauskriegen, wenn er lügt. Er hat eigentlich das beste aus der Situation gemacht. Ich zweifele immer noch so ein bisschen an der Echtheit dieser Frau. Irgendwie bin ich nicht wirklich überzeugt von ihrer Freundlichkeit, weil du hast gesagt, dass das Lächeln nicht bis in ihre Augen kommt. Und sonst ist auch niemand freundlich von der Polizei. Vielleicht macht sie das wirklich nur um sein Geheimnis herauszubekommen - ich würde ihr das auf jeden Fall zutrauen.
Zitat: Dumpfe Traurigkeit machte sich in ihm breit, er musste fast über sich selbst lachen, nur ein Blatt, ein dummes kleines, gelbes Blatt, Spielball des Windes, so wie er selbst Spielball der Polizei war. Ich finde das Bild mit den Blättern schön, es zieht sich durch die Geschichte wie ein roter Faden, der ein bisschen ein Muster in das Chaos der Visionen und Gedanken bringt, ein bisschen Ruhe  . Auf jeden Fall hast du das hier sehr schön bekommen, auch mit den Farben, weil das deutlich macht, dass Simon sich für anders hält, er ist eben was besonders. Ein einsames, gelbes Blatt. Ich glaube, er fühlt sich auch ein bisschen einsam, weil immer ist er allein, irgendwie. Allein oder in der Scheinfreundlichkeit von ein paar Polizisten gefangen, immer das drohende Gefängnis vor Augen, eingesperrt irgendwie, obwohl er sich frei bewegen kann. Ich glaube, Gefängnis wäre nicht wirklich schlimmer als das, was er im Moment durchmachen muss. Zitat: Sherlock Holmes ist ein verdammtes Drecksschwein! Und er ist wirklich verdammt hart mit sich selbst. Er klingt bei der Aufzählung, als wäre er nur zufällig in die Sachen hinein geraten, aber er war eben dabei. Ich weiß auch nicht, warum das so auf mich wirkt, vielleicht, weil er so unschuldig wirkt, irgendwie. Er tut mir mehr leid, als dass ich ihn als Mörder sehe. Will er das alles wieder damit gutmachen, indem er sich so rumquält und für die Verhaftung von Mördern die entscheidenden Hinweise liefert? So paktisch als Vergeltungstat für seine eigenen Fehler... oje... ich mach schon wieder Theorien  Mal schauen, wieviel davon stimmt, später *gg* Zitat: Pete lacht. „Den Winter getötet. Alles klar. Hab mich schon gefragt, wo er bleibt, bald wird’s wieder Frühling, oder?“
Ich glaube, nach der Antwort von Ziyo war auch Pete davon überzeugt, dass sie ein Junkie ist  .
Aber seine Antwort ist trotzdem total lieb, dass er so darauf eingeht, auch wenn er nicht wirklich weiß, was er meint. Irgendwie niedlich *gg*. Ich mag ihn inzwischen und ich glaube, das bleibt auch so, sollte er nicht irgendwann auf die Idee kommen, die arme Ziyo zu missbrauchen! So was hat sie wirklich nicht verdient und ich glaube, das kann sie auch nicht ertragen.
Liebe Grüße,
Lain
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Senfglas
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Verfasst: Di 28. Nov 2006, 16:27 |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
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Hallo Lain
Zitat: Simon tut mir immer mehr leid, je mehr ich von ihm erfahre, je mehr ich ihn beobachten kann. Simon tut mir auch voll leid, und immerhin bin ich der Autor, ich weiß also alles *gg* Ich frage mich, warum man manchmal so sadistisch zu seinen Figuren ist ... Zitat: ein bisschen wie er, hat nur noch viel mehr ihre Erinnerung vergessen, alles schlimme was passiert. Sie wirkt irgendwie traumatisiert, auf jeden Fall macht mir Zustand mir irgendwie Sorgen. Du bist lieb  Zitat: Er hat eigentlich das beste aus der Situation gemacht und man kann wildfremden Leuten auch nicht einfach so alles erzählen, oder? Obwohls ihm vielleicht geholfen hätte, in der Situation, einfach mal loszulassen; vielleicht hätte er sich danach besser gefühlt, vielleicht hätte er doch was sagen sollen - naja*gg* Zitat: ein bisschen an der Echtheit dieser Frau. Irgendwie bin ich nicht wirklich überzeugt von ihrer Freundlichkeit, weil du hast gesagt, dass das Lächeln nicht bis in ihre Augen kommt. Ja, nur nette Poliszisten gibts hier nicht, die sind alle ein bisschen böse *gg* Und ursprünglich war meine Polizistin auch voll böse und hinterrücks. Aber dann wollt ich nicht so sadistisch sein, und hab sie nur sehr neugierig gemacht. Zitat: Polizisten gefangen, immer das drohende Gefängnis vor Augen, eingesperrt irgendwie, obwohl er sich frei bewegen kann. Ich glaube, Gefängnis wäre nicht wirklich schlimmer als das, was er im Moment durchmachen muss. Stimmt eigentlich. Da müsste er sich nicht dauernd mit Leuten abgeben, oder freundlich zu Leuten sein, die er eigentlich hasst. Aber vor der Wahl Gefängnis oder Freiheit, würden glaub ich viele die Freiheit wählen; am Anfang weiß man ja noch nicht, was für einen Preis man bezahlen muss Zitat: kommen, die arme Ziyo zu missbrauchen! So was hat sie wirklich nicht verdient und ich glaube, das kann sie auch nicht ertragen. macht er nicht, versprochen *g*. Vielleicht hat er sich nur am Anfang gedacht: Ahja, leichte Beute. Und dann hat er gemerkt, dass es wohl doch nicht ganz so ist ...
Wieder vielen Dank für deinen Kommentar, ich hab mich sehr darüber gefreut.
Liebe Grüße
Senfglas
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Senfglas
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Verfasst: Di 10. Apr 2007, 12:47 |
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Hallo zum dritten
Zitat: Gut, somit erklärt das Simon ein wenig, obwohl er nicht wie ein Dreckschwein wirkt. Eher wie ein Pechvogel, der kurz auf der dunklen Seite der Macht stand und dann nicht mit den unvorhergesehenen Konsequenzen klar kam Das hast du schön ausgedrückt  so sollte es auch ankommen. Ein "Drecksschwein" würd ich nicht zu meinem prot machen *g* Zitat: Aber wieso hat ihn der Inspektor noch so in der Hand? das geht mir nicht aus dem Kopf. Wird diese Frage dann irgendwann beantwortet? (du hast ja die restlichen Kapitel auch schon gelesen). Also, weil er im Gefängnis war und Swarren ihn herausgeholt hat, unter der Bedingung, dass er seine Fähigkeiten für dem Swaaren sei Karriere (  ) einsetzt. Hm... vielelicht sollte ich diesen Satz einfach mal einbauen in irgendeinkapitel, mit richtiger Grammatik *g*, damit es eben ganz klar dasteht. Zitat: Und auch der Hinweis mit dem "Winter"? Ist der Lebensabend damit gemeint? Die Kälte der Gefühle bei einem Mord? Zitat: Und auch bei Ziyo erlebt man einen Wandel, denn scheinabr nehmen ihre Wahrnehmungen wieder zu, auch wenn sie bis jetzt nicht wirklich jemanden umgebracht hat.
Ja, Ziyo sollte langsam wieder ein bisschen zurückfinden. Sie muss schließlich irgendwann verständliche Sätze von sich geben (also, so halbswegs ). Und Rock ist sicher auch ein ganz armer Mensch *gg*, nur voreingenommen und alkoholdurchtränkt.
Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, ich freu mich voll drüber.
Bis gleich
Senf
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Father_dead
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Verfasst: Fr 17. Aug 2007, 10:53 |
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Registriert: Mo 08. Mai 2006, 14:04
Beiträge: 1076
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Hey Senf, nach längerer Pause will ich deinen Roman nun doch mal weiterlesen =)
Also der Part von Simon ist klasse, auch wenn nicht viel passiert, zeigt die Passage, doch sehr eindringlich, ohne viele worte zu verschwenden, was für ein Mensch er ist und was für eine Vergangenheit er hatte. Hast di sehr gut gelöst und ergreifend geschrieben.
Der Zweite Party ist auch gut, aber da passiert ja noch weniger und eigentlich werden nur weitere Fragen aufgeworfen, aber spannend bleibts. Ich werde dann mal wieterlesen. Gut machst du das =)
cya
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Senfglas
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Verfasst: Sa 25. Aug 2007, 18:44 |
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Registriert: Sa 28. Mai 2005, 13:18
Beiträge: 1060
Wohnort: Heidelberg
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Hallo father
Hui, nach langer langer Zeit ist der father mal wieder da *gg*. Freut mich, dass du meine geschichte gleich weiter kommentierst. Ich hab dioch ein paar mal gesehen, als du online warst, aber jetzt scheinst du endgültig zurückgekehrt zu sein
Ich dank dir für deinen Kommentar. Ja, meine verwirr geschcihte. Ich wollte sie eigentlich vor dem 5. August fertig haben, wo ich ja zu arbeiten anfangen hab, aber du siehst wie gut meine Planung hingehauen hat *g* Danke dir auf jeden Fall
Lg
Senf
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bianca geurden
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Verfasst: Mo 17. Mär 2008, 18:26 |
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Registriert: Do 10. Jan 2008, 15:12
Beiträge: 180
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hey senfglas,
da bin ich wieder
Zitat: konnte, hatte er diese Fähigkeit besessen, als er auf der Straße gelebt hatte betäubt durch zu viel Alkohol hatte, betäubt (Wow, ich habe noch einen Fehler gefunden  ) Hui, hier erfährt man ja was über Simons Vergangeheit =) Zitat: Simon drehte und wendete den Gedanken in seinem Kopf wie der Wind die Blätter Kopf, wie Zitat: warum diese fremde Sprache, warum "Winter"? Das trifft den Nagel auf den Kopf. Genau diese Frage stelle ich mir auch die Ganze ZEit: was bedeutet der WInter? Hm..  *g* Sehr nett war das Gespräch mit der Polizisten. In der Zeit war es wohl noch nicht üblich eine Frau bei der Polizei zu sehen: Das war sehr gut dargestellt, auch die Gefühle von Simon beschreibst du dem Leser sehr veständlich. Ich hatte irgendwie MItleid mit ihm. Zitat: Simon konnte nur noch starren, einen kurzen Augenblick lang fiel seine "Ich–spreche–mit–der-Polizei"-Maske von ihm ab. Dieser Satz hat mir irgendwie besonders gut gefallen. Er zeugte deutlich, welche EInstellung oder auch Erfahrung Simon mit der Polizei gemacht hat. Zitat: Sherlock Holmes hat nicht wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis gesessen. Sherlock Holmes hat nicht seine Frau durch seine Blödheit umgebracht. Sherlock Holmes hat nicht Johnny aufgehalten, den Mann zu erschießen. Sherlock Holmes hat noch eine Gegenwart.
Aha, das hat Simon also verbrochen, klasse darstellung
Also endlich weiß man wer Simon war oder ist, wie seine Verganenheit ausgesehen hat. =) Irgendwie denke ich, dass er das alles bereut oder damals nicht wirklich gewollt hat. *g*
Ziyo, die immer noch unter Drogen zu stehen schein, spricht zum ersten Mal. Sie sagt, sie habe den Winter getötet, ist der Gouverneur etwa der Winter?, was hat er gemacht, um den Tod zu verdienen? Am Ende erwähnt sie Daniel, von dem wir noch nichts wissen und Pete scheint ja eigentlich ganz freundlich zu sein. gespielt freundlich? Faszinierend geschrieben auf jeden Fall, ich lese richtig gern weiter: Eine Mischung aus Krimi und Mysterie *freu*
lg
bianca
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