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BLUTIGE SCHRIFTEN - P R O L O G
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RHAZARD
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Verfasst: Mi 14. Nov 2007, 11:25 |
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Registriert: Mo 08. Okt 2007, 15:01
Beiträge: 59
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[font=Comic Sans MS]Um wen, oder was es hier überhaupt geht ...[/font]
Jede Geschichte hat irgendwann und irgendwo ihren Anfang. Diese Geschichten begannen vor langer, langer Zeit in einem fernen Dorf, das so, wie es einst war, heute nicht mehr existiert. Es wurde zum Schauplatz schrecklicher Ereignisse. Und am Ende zerstört, bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Warum, oder wie so etwas passieren konnte, weiß inzwischen niemand mehr. Aber das ist mittlerweile auch bedeutungslos geworden. Wichtig ist nur, dass es dieses Dorf wirklich gegeben hat. Es wurde Lanzenfels genannt.
Und dort, genau dort, hat es sich vor langer, langer Zeit so zugetragen, dass der gute, alte Pater Bartog in seiner letzten Nacht als Mensch auf dieser Erde voll und ganz damit beschäftigt war, am Leben zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen, wenn die Mächte der Finsternis gerade entfesselt worden sind und man von den Ausgeburten der Hölle bedroht wird. Der Geistliche sank hinter dem Altar nieder. Schweißperlen bedeckten sein Gesicht. Blut sein Gewand. Rasselnd pfiff die Luft durch seine Lunge. Er war ein massiger Mann, der Pater. Schon viele Jahre der Hirte der Lanzenfelser Gemeinde.
Wenn er das alles vorher gewusst hätte, dann hätte er so spät am Abend niemanden mehr in in die Kirche gelassen. Aber so ist es nun mal im Leben. Hinterher ist ein jeder Sterblicher immer klüger. Aber dann ist es meistens schon zu spät. Pater Bartog hustete und spie Blut aus. Vor keiner Stunde war die Welt noch in Ordnung gewesen. Der Gottesdienst gerade eben zu Ende. Und Bartog alleine. Der Priester wandelte durch seine Kirche. Vorbei an gotischen Säulen. Löschte die Kerzen aus. Mondlicht schien durch die farbigen Kirchenfenster. Andächtige Ruhe herrschte. Erhabene Stille.
Dann geschah es. Ein Klopfen ertönte. Bartog, der gerade eben die Türe abgeschlossen hatte, wandte sich um. Wieder klopfte es. Wer konnte denn so spät noch in das Haus Gottes kommen wollen? Bartog steckte den Schlüssel in das Schloss und öffnete die große, schwere, eisenbeschlagene Kirchentüre. Knarrend und ächzend schwang sie auf. Der Geistliche sah nach draußen. Es war eine kalte Nacht. Draußen stand: Niemand. Auf den Stufen der Kirche lag ein kleines Päckchen. Bartog hob es auf. Ein Zettel lag dabei. Ein Zettel, auf dem in zitternder Handschrift etwas stand. In blutigen Lettern:
Nehmt dys Dyng an Euch und verwaret es gut. Eyn Fluch wohnt in Ihm. Es brynget Tod, Verderben und Verdammnys.
Der Geistliche runzelte die Stirn. Und sah sich um. In einiger Entfernung der Kirche stand: Eine fremde Gestalt, die ihn beobachtete. Sie trug einen langen, roten Umhang und eine Pelzmütze auf dem Kopf. Als sich ihre Blicke trafen, wollte die Gestalt weglaufen, die kleine Gasse hinein, zum Lanzenfelser Friedhof.
„Halt!“, rief Bartog. Und dann, noch ein bisschen lauter: „Im Namen Gottes! Stehengeblieben!“ Die Gestalt tat, was man ihr sagte. Sie blieb stehen, verharrte einen Augenblick und wendete dann dem Mann Gottes das Gesicht zu. Doch Bartog konnte nicht genau erkennen, wer es war, denn am anderen Ende dieser kleinen Gasse war eine der Straßenlaternen kaputt.
„Wer?“, ertönte eine leise Stimme. „Ich? Meint Ihr mich?“
„Wen sonst?“, rief er. „Den Teufel möglicherweise?“
Pater Bartog trat hinaus. Die Gestalt wich zurück.
„Komm´ her!“, rief er. Die Gestalt zögerte. Drehte den Kopf. Im Nachhinein wäre es für den Geistlichen besser gewesen, nichts mehr zu sagen. Er hätte die Türe einfach zuschlagen sollen. Doch das tat er nicht. Und besiegelte damit sein Schicksal. Die Gestalt kam näher. Sie trat an ihn heran. Aber weil sie die Pelzmütze tief in die Stirn gezogen hatte, konnte Bartog immer noch nicht erkennen, wen er da vor sich hatte. Sie kam die Stufen zur Kirche herauf. Jetzt stand sie unmittelbar vor ihm, unter dem hellen Schein einer Laterne und hatte den Kopf gesenkt.
„Ich kenne Euch nicht. Wer seid Ihr? Nehmt die Mütze ab!“
Die fremde Gestalt tat es. Unter der Mütze kam das Gesicht eines jungen Mädchens zum Vorschein. Ein junges Mädchen mit blassem, schmalem Gesicht und fiebrig glänzenden, wasserblauen Augen. Lange, flammendrote Haare fielen ihr über die Schultern und hingen ihr in die Stirn. Ohren und Nasenspitze waren gerötet und die Lippen blau, was wohl an der Kälte lag. Bartog hob das Päckchen.
„Hast du mir das auf die Stufen gelegt?!“ Zaghaftes Nicken.
„Und was ist da drin?“ Bartog wollte das Päckchen öffnen.
„Nicht aufmachen!“,schrie das Mädchen. Laut und gellend. „Es ist gefährlich! Es ist ein Furchtbares Ding! Ein Furchtbares Ding, dass die Schrecklichste Macht auf Erden in sich trägt!!“
Sie wollte fliehen. Weg, nur weg von hier. Doch weit kam sie nicht. Das Mädchen stolperte und fiel über die Treppen zu Boden. Pater Bartog erschrack. Nicht so sehr vor dem, was in dem Päckchen sein könnte, sondern eher von der panischen Reaktion des kleinen Mädchens. Er versuchte sie, zu beruhigen. Irgendetwas Schreckliches musste ihr widerfahren sein. Er eilte zu ihr und half ihr aufzustehen. Sie hatte eine blutende Wunde am Kopf.
„Komm´ herein!“, sagte er zu ihr. Sie wich seinem Blick aus und biss sich auf die Lippen. Schüttelte dann stumm den Kopf.
„Hab´ Vertrauen. Vertrauen in Gott. Es wird alles gut.“
„Nein. Das wird es nicht.“ Tränen traten ihr in die Augen. „Das wird es niemals mehr.“
Sie kam dann doch in die Kirche. Saß dann da in einer der Bänke. Teilnahmslos. Stumm. Mit leerem Blick und zitternden Lippen. Pater Bartog nahm neben ihr Platz.
„Mein Kind!“, sprach er sie an. Sanft und leise. „Willst du nicht dein Gewissen erleichtern?“ Nein. Das wollte sie eigentlich nicht. Es schien ihr schwer zu fallen, über das zu sprechen, was geschehen war. Das Mädchen kämpfte mit sich.
„Ich habe furchtbare Dinge getan.“, hauchte sie schließlich. „Tod und Verderben und Verdammnis über die Menschen gebracht.“ Das wollte der Pater aber kaum glauben. Er strich dem Mädchen beruhigend über den Kopf. Wieder und wieder. Und wollte dann wissen, wie sie denn das bitteschön getan haben wollte.
„Ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen.“ Rasch zog Bartog seine Hand zurück.
„Wovon redest du da? Schämst du dich nicht, über solch´ gottlose Dinge zu reden? Noch dazu hier, in einer Kirche?“ Das Mädchen wandte ihm das Antlitz zu. Ganz langsam. Ihre Augen waren irgendwie ... tot. Die Pupillen ungemein groß. „Wenn es aber die Wahrheit ist?“, wollte sie von ihm mit tonloser Stimme wissen. „Die reine Wahrheit??“ Pater Bartog stand auf. Bekreuzigte sich. Was war in einer solchen Situation zu tun? Er hatte von solchen Menschen gehört. Menschen, die vom Glauben abgefallen waren. Früher, in vergangenen Tagen wurden sie der Hexerei bezichtigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
„Es erscheint am Anfang so leicht. So unglaublich leicht. Was du dir wünschst, wird Wirklichkeit. Aber dann erkennst du, dass es eine Lüge ist. Und das ist die schrecklichste Macht auf Erden. Wenn du dich selbst belügst, dann gehen deine Wünsche niemals auf eine gute Art in Erfüllung. Immer nur auf eine schlimme und schreckliche.“ Das Mädchen stöhnte gequält auf. Pater Bartog bekam es langsam mit der Angst zu tun. Was wollte ihm dieses Kind sagen?
„Für einen guten Wunsch musst du deinen Wirklich Wahren Willen kennen.“ Sie wurde von einem Hustenkrampf geschüttelt. „Und wenn das nicht so ist, dann, ... treten Risiken und Nebenwirkungen auf ...“ Das Gesicht des Mädchens verzerrte sich zu einer Fratze. Ein eisiger Schauder ergriff Pater Bartog. Er packte das Kind an den Schultern.
„Was hast du getan?“, keuchte er atemlos.
„Ich wollte es nicht, ... nicht wirklich. Aber es hat sich so ergeben. Es war getan, fast eh´ gedacht. Dann wollte ich es wieder gut machen. Aber das hat die Sache nicht besser gemacht. Nur noch schlimmer ... Und so ging es weiter. Am Ende war es wie eine Lawine ...“ Das Mädchen brach ab und wischte sich mit beiden Händen über die Augen. Der Geistliche wartete einen Augenblick. Erklärte ihr dann, dass er das, was sie ihm gesagt hatte, nicht verstand. Auch nicht glauben konnte. Und wollte. Das raubte ihr das letzte bisschen Hoffnung. Sie wollte gehen. Fragte leise, ob sie gehen dürfte. Pater Bartog stand vor ihr. Sah sie mit zusammengekniffenen Augen an. Dann nahm er das Päckchen und riss die Verpackung auf. Das brachte die Situation zum Eskalieren.
„Nein!“, kreischte das Mädchen. „Nicht aufmachen!!“ Sie sprang auf und warf sich dem Geistlichen in den Arm. Doch sie konnte ihn nicht aufhalten. Da konnte sie noch so viel an ihm zerren und reißen. Er wollte jetzt endlich wissen, worum es sich bei diesem „Furchtbaren Ding“ handelte. Und es war ...
Ein Füllfederhalter. Schwarz. Glänzend. Mit goldenen Schriftzeichen auf der Kappe. In einer fremden Sprache. Pater Bartog hielt verblüfft inne. Irgendwie war er enttäuscht. Er hatte mehr erwartet. Das Mädchen wurde von einem Krampf geschüttelt. Sie riss ihm den Füllfederhalter aus den Händen und floh. Ihre Schuhe klapperten über die Fliesen der Kirche. Sie rannte auf die Türe zu. Pater Bartog kam ihr nach. Das Mädchen versuchte, die Türe zu öffnen. Aber es ging nicht. Sie zog und zerrte mit aller Kraft an der Klinke. Schaffte es nicht. Versuchte es wieder. Und wieder. Panik ergriff sie. Blinde Panik. Verzweifelt schreiend brach sie zusammen. Pater Bartog kam zu ihr, als sie auf den Boden sank und schwarzes Blut erbrach. Er griff nach ihr. Wollte sie festhalten. Dabei rutschte dem Kind der rechte Ärmel nach oben. Buchstaben standen darauf geschrieben. Rote Buchstaben. Blutige Buchstaben: WAS ICH MIR WÜNSCHE, IST DER TOD. Fassungslos wich der Geistliche zurück. Was konnte einen Menschen nur dazu bringen, etwas derartiges wirklich zu wollen? Wie verzweifelt musste man sein? Wie tief gesunken? Das Mädchen sah ihn an. Müde. Erschöpft. Innerlich gebrochen.
„Sie sind alle tot“, stöhnte sie. „Und ihre Leichen geschändet. Ich, ... ich wollte es nicht. Oh, Gott! Ich wollte das wirklich nicht. Das müsst ihr mir glauben ... Vergebt´ mir. Bitte vergebt mir!“ Pater Bartog nahm das Kind, das so unermessliche Schuld auf sich geladen hatte, in seinen Arm. Es ging zu Ende. Der Geistliche nahm ihren Kopf in beide Hände. Blut lief dem Mädchen aus Mund, Nase, Augen und Ohren. Ihm begannen, die Tränen übers Gesicht zu laufen. Er kniete in einem schwarzen See aus Blut und hielt das Mädchen auf seinen Knien. Ihr Blick war starr nach oben gerichtet. Sie röchelte, versuchte, noch etwas zu sagen. Aber es ging nicht. Die Sterbende brachte nur noch gurgelnde Laute hervor. Pater Bartog schrie. Schrie den Todesschrei für das Mädchen. Ein schneller Tod ist ein Segen. Ein Segen, der nur wenigen von uns vergönnt ist. Manche quälen sich unsagbar über Stunden, bis sie endlich und endgültig Erlösung von ihren Schmerzen finden. Das Mädchen in den Armen des Geistlichen starb langsam, so unendlich langsam. Rasselnd pfiff ihr schwacher Atem durch die Lunge. Ächzen und Stöhnen. Immer wieder geschah es, dass sie ekstatisch zu zucken begann und danach still wurde. Doch jedesmal, wenn Pater Bartog dann hoffte, es wäre vorbei, japste sie plötzlich wieder auf, holte keuchend Luft und das lange Sterben ging weiter.
Als dann schließlich das Leben voll und ganz und endgültig aus ihr gewichen war, ließ Pater Bartog sie los. Er hoffte, dass sie Frieden und Erlösung im Tod gefunden hatte. Der Geistliche stand auf und bemerkte den Füllfederhalter, der noch dort am Boden lag. Er hob ihn auf, betrachtete ihn. Im Grunde wusste Pater Bartog immer noch nicht, was es mit diesem Ding für eine Bewandtnis auf sich hatte. Er konnte und wollte immer noch nicht glauben, dass hier teuflische Mächte im Spiel waren. Aber entscheidend war, dass das Mädchen daran geglaubt hatte. Und dass ihr das letztendlich den Tod gebracht hatte. Glauben kann etwas Schreckliches sein. Ein falscher Glaube. Ein Irrglaube. Ein Götzenglaube. Darum, beschloss Pater Bartog für sich, musste dieses Ding zerstört werden. Dem toten Kind war er eine solche Geste schuldig. Unglücklicherweise kam er nicht mehr dazu, sein heheres Vorhaben in die Tat umzusetzen. Denn das, was dann geschah, änderte alles. Und brachte ihn dazu, an allem zu zweifeln, woran er bisher geglaubt hatte.
„Tu´ das nicht!“, ertönte eine eisige Stimme. Pater Bartog fuhr herum. Dort stand das Mädchen. Oder vielmehr: Dort stand das, was früher einmal das Mädchen gewesen war.
„Du kannst es nicht zerstören!“ Der Geistliche wich zurück. Nacktes Entsetzen in seinen Augen. „Niemand kann das!“ Pater Bartog floh. Floh zum Altar. Hoffte, unter dem Kreuz Jesu Christi Schutz zu finden. Eine unerfüllte Hoffnung. Ein falscher Glaube. Ein Irrglaube. Ein Götzenglaube. Das, was früher einmal das Mädchen gewesen war, folgte Pater Bartog. Langsam und unerbittlich. Getrieben von reinster Verzweiflung riss der Geistliche das schmiedeeiserne Kreuz von der Wand, um damit die Gefahr abzuwehren. Doch sein Glaube an Gott war durch das, was geschehen war zu sehr erschüttert, um ihm jetzt noch helfen zu können. Das Kreuz bot ihm keinen Schutz mehr. Die Ausgeburt der Hölle stürzte sich auf ihn. Das Kreuz viel scheppernd zu Boden. Pater Bartog kämpfte. Kämpfte einen aussichtslosen Kampf. Um sein Leben. Und um seine Seele.
Ein schneller Tod ist ein Segen. Ein Segen, der nur wenigen von uns vergönnt ist. Pater Bartog lag da und wünschte sich nun den Tod. Was konnte einen Menschen nur dazu bringen, etwas derartiges wirklich zu wollen? Jetzt wusste der Geistliche, was es war. Es war der Wunsch nach Erlösung.
Zuletzt geändert von RHAZARD am So 02. Dez 2007, 23:22, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: BLUTIGE SCHRIFTEN - P R O L O G
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sternenkind
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Verfasst: Fr 16. Nov 2007, 13:49 |
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| Buch |
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Registriert: Sa 20. Mai 2006, 11:51
Beiträge: 647
Wohnort: Österreich
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Hallo RHAZARD,
na mal schauen was du zu bieten hast.
Zitat: Jede Geschichte hat irgendwann und irgendwo ihren Anfang. Diese Geschichten begannen vor langer, langer Zeit in einem fernen Dorf, das so, wie es einst war, heute nicht mehr existiert. Es wurde zum Schauplatz schrecklicher Ereignisse. hui sehr gruselig hört sich das an. Klingt nach einer Mischung von Horror und Fantasy.  Zitat: Und am Ende zerstört. Bis auf die Grundmauern niedergebrannt. diese zwei Sätze hätte ich vom Gefühl her versucht zu verbinden. *Und am Ende zerstört, bis auf die Grundmauern niedergebrannt. *Und am Ende zerstört - bis auf die ... . So oder so ähnlich, wie gesagt, ist bloß mein Gefühl. Zitat: Warum, oder wie soetwas passieren konnte, weiß inzwischen niemand mehr. Aber das ist inzwischen bedeutungslos. *Warum, oder wie soetwas passieren konnte, weiß inzwischen niemand mehr, aber das ist auch bedeutungslos. *Warum, oder wie soetwas passieren konnte, weiß inzwischen niemand mehr. Aber das ist (auch) bedeutungslos. Wortwiederholung "inzwischen", ... hört sich nicht so schön an, wenn sich etwas nach so kurzer Zeit wiederholt. Zitat: Der Gottesdienst gerade eben zu Ende. Und Bartog alleine. Der Priester wandelte durch seine Kirche. Vorbei an gotischen Säulen. Löschte die Kerzen aus. Mondlicht schien durch die farbigen Kirchenfenster. Andächtige Ruhe herrschte. Erhabene Stille. du hast einen kurzen, eindringlichen Stil gewählt, der für die Stimmung die du erzeugst sehr gut trägt. Find ich sehr gut gemacht. Zitat: Nehmt dys Dyng an Euch und verwaret es gut. Eyn Fluch wohnt in Ihm. Es brynget Tod, Verderben und Verdammnys. ? - wyso alles mit Y ? *g* Zitat: Der Geistliche runzelte die Stirn. Und sah sich um. In einiger Entfernung der Kirche stand: Eine fremde Gestalt. Sie beobachtete ihn. Die fremde Gestalt, die mit einem langen, roten Umhang bekleidet war und eine Pelzmütze auf dem Kopf trug. Als sich ihre Blicke trafen, wollte sie weglaufen, die kleine Gasse hinein, zum Lanzenfelser Friedhof. Ich nehme an es ist Absicht, dass du dich hier wiederholt hast? Beim zweiten Satz hätte ich an deiner Stellen nur Gestalt geschrieben. - Finde es hört sich etwas bessern an, bleibt aber deine Entscheidung. Zitat: „Wovon redest du da? Schämst du dich nicht, über solch´ gottlose Dinge zu reden? Noch dazu hier, in einer Kirche??“ Das Mädchen wandte ihm das Antlitz zu. ein Fragezeichen würde reichen. Zitat: „Die reine Wahrheit??“ hier m.M nach auch. Zitat: „Für einen guten Wunsch musst du deinen Wirklich Wahren Willen kennen.“ wirklich wahren Willen ... - kann natürlich auch sein, dass du im Recht bist, ich bin mir nicht sicher, aber ich denke bis auf Willen würden die zwei Wörter davor klein gehören, oder? Zitat: Ein Füllfederhalter. Schwarz. Glänzend. Mit goldenen Schriftzeichen auf der Kappe. In einer fremden Sprache. Pater Bartog hielt verblüfft inne. Irgendwie war er enttäuscht. Er hatte mehr erwartet. Das Mädchen wurde von einem Krampf geschüttelt. Sie riß ihm den Füllfederhalter aus den Händen und floh. erst legt sie es vor seine Tür ab, jetzt haut sie wieder damit ab? Warum das? Nur weil er ihr nicht geglaubt hatte? Wenn sie ihm nicht begegnet wäre, dann hätte er es ja trotzdem auch so geöffnet, ... mal schauen wie es weiter geht. Zitat: „Tu´ das nicht!“, ertönte eine eisige Stimme. Pater Bartog fuhr herum. Dort stand das Mädchen. Oder vielmehr: Dort stand das, was früher einmal das Mädchen gewesen war.  - du sorgst echt für Horror. Zitat: Ein falscher Glaube. Ein Irrglaube. Ein Götzenglaube. hier wiederholst du und greifst die Aussage von weiter oben auf! Super, ... find ich toll!! Zitat: Getrieben von reinster Verzweiflung riß der Geisltiche das schmiedeeiserne Kreuz von der Wand, um damit die Gefahr abzuwehren. *g* hahahahaha ja wo ist denn Gott wenn man ihn braucht? *Geistliche Zitat: Ein schneller Tod ist ein Segen. Ein Segen, der nur wenigen von uns vergönnt ist. Pater Bartog lag da und wünschte sich nun den Tod. Was konnte einen Menschen nur dazu bringen, etwas derartiges wirklich zu wollen? Jetzt wusste der Geistliche, was es war. Es war der Wunsch nach Erlösung.
und ein runder Abschluss, ... sehr schön, sehr gewählt, ... gefällt mir gut.
Eine sehr interessante Geschichte, oder vielmehr ein Prolog. Ich habe es sehr gerne gelesen, wobei ich immer noch nicht genau weiß, was genau wirklich passiert ist, oder vielmehr, was dahintersteckt.
Ein Mädchen bringt diesen Füllfederhalter erst vor das Tor einer Kirche. Sie murmelt etwas über einen Packt und der Pater glaubt ihr nicht. Ich verstehe das Mädchen in dem Punkt nicht, dass sie es unbedingt vermeiden will, dass der Pater in das Päckchen schaut. Sie musste doch damit rechnen, dass er das tut. Schließlich wusste sie im vorhinein ja nicht, dass sie mit ihm in dir Kirche geht und ihn aufhalten kann, es genauer anzusehen.
Bis auf diesen Punkt hat es mir ausnahmslos gut gefallen. Ein wenig Horror, ein wenig Fantasy und eine unheimliche Stimmung kommt auf.
Schön. Ich freue mich auf eine Fortsetzung. Stil und Wortwahl hast du gekonnt eingesetzt. Vor allem die kurze abgehackte Art ist hier sicherlich sehr angebracht gewesen und hat vieles noch mehr betont.
Der Beginn einer Geschichte. Hier wirkt es eher wie ein Ende. Das Mädchen hatte von den Untergang der Menschen erzählt, ... ich nehme an, deine Geschichte wird etwas davon beinhalten. - Wäre ja ziemlich logisch.
Übrigens: Die rote Schrift fand ich ziemlich passend. Es ist zwar Geschmackssache und eigentlich lese ich nicht gerne einen Text in Farbe, aber hier fand ich es toll. Vorallem, in Verbindung mit dem Titel.
gerne gelesen
Sternchen
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RHAZARD
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Verfasst: Sa 17. Nov 2007, 10:43 |
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Registriert: Mo 08. Okt 2007, 15:01
Beiträge: 59
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Hallo Sternenkind.
Danke für die Kritik. Ich werde ein paar Kleinigkeiten noch überarbeiten.
Ansonsten bin ich heilfroh, dass du die kurze, abgehackte Erzählweise soweit für gut befunden hast.
Solche Kritiken sind mir sehr wichtig!
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RHAZARD
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Verfasst: Do 22. Nov 2007, 13:49 |
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Registriert: Mo 08. Okt 2007, 15:01
Beiträge: 59
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Der nächste Teil, bzw. das erste Kapitel ist auch schon fast fertig ...
Es heißt:
[font=Traditional Arabic]DIE ERSTE MÄR der BLUTIGEN SCHRIFTEN[/font]:
[font=Andalus] B. Gier. D.[/font]
Nächste Woche dürfte sie soweit sein, um hier gelesen werden zu können.
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Naira
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Verfasst: So 02. Dez 2007, 12:00 |
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Registriert: Fr 04. Mai 2007, 15:55
Beiträge: 98
Wohnort: Niedersachsen
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Hey RHAZARD
So, hab mir deine Story gestern durchgelesen und dachte, ich kommentiere auch mal wieder was
Ich fang erst mal mit ein paar kleinen Anmerkungen zum Text an.
Zitat: Wichtig ist nur, dass es dieses Dorf wirklich gegeben hat! Ich finde, dass das Ausrufezeichen da nicht hinpasst. Die Wirkung des Satzes wäre größer, wenn du einein einfachen Punkt setzen würdest. Irgendwie ein wenig beunruhigender. Zitat: Wenn er das alles vorher gewußt hätte Es muss "gewusst" heißen. Den gleichen Fehler machst du noch ein paar Mal, wenn du anstatt von "riss "riß" schreibst z. B. Zitat: Bartog steckte den Schlüssel in das Schloß Schloss Zitat: „Nicht aufmachen!“,schrie das Mädchen. Laut und gellend. „Es ist gefährlich! Es ist ein Furchtbares Ding! Ein Furchtbares Ding, dass die Schrecklichste Macht auf Erden in sich trägt!!“
Leerzeichen nach dem Komma vor "schrie". Außerdem müsstest du Furchtbares und Schrecklichstes klein schreiben, es sei denn, es handelt sich um Eigennamen. Zitat: „Ich habe furchtbare Dinge getan.“, hauchte sie schließlich Folgt nach der wörtlichen Rede ein Komma, setzt man in der Rede keinen Punkt. Zitat: „Wovon redest du da? Schämst du dich nicht, über solch´ gottlose Dinge zu reden? Noch dazu hier, in einer Kirche?“ Das Mädchen wandte ihm das Antlitz zu. Ganz langsam. Ihre Augen waren irgendwie ... tot. Die Pupillen ungemein groß. „Wenn es aber die Wahrheit ist?“, wollte sie von ihm mit tonloser Stimme wissen. „Die reine Wahrheit??“ Ich würde für eine neue wörtliche Rede auch eine neue Zeile anfangen. Die zwei Fragezeichen finde ich übertrieben. Eines reicht und sieht schöner aus. Zitat: „Für einen guten Wunsch musst du deinen Wirklich Wahren Willen kennen. Ist Wirklicher Wahrer Wille eine Eigenname? Andersfalls auch klein (außer Wille  ) Zitat: Ein eisiger Schauder ergriff Pater Brown Warum heißt er denn jetzt Brown? Zitat: Das raubte ihr das letzte bißchen Hoffnung bisschen Zitat: Dann nahm er das Päckchen und riß die Verpackung auf. Das brachte die Situation zum eskalieren.
riss, zum Eskalieren Zitat: „Nicht aufmachen!!“ Auch hier würde ein Ausrufezeichen reichen. Zitat: Sie riß ihm den Füllfederhalter aus den Händen und floh. [...] Sie riß mit aller Kraft an der Klinke riss Zitat: „Sie sind alle tot.“, stöhnte sie Kein Punkt So, das war's erst mal zu den Kleinigkeiten. Jetzt mal zur richtigen Story. Ich finde deinen Text wirklich gut und definitiv sehr lesenswert! Die Schriftfarbe passt gut zum Titel und Text und das Ganze ist ziemlich spannend. Aber teilweise jonglierst du mit sehr vielen Adjektiven. Ich darf da eigentlich gar nichts sagen, weil ich das selber manchmal mache, aber besonders ist mir das im zweiten Abschnitt aufgefallen: Zitat: Und dort, genau dort, hat es sich vor langer, langer Zeit so zugetragen, dass der gute, alte Pater Bartog in seiner letzten Nacht als Mensch auf dieser Erde voll und ganz damit beschäftigt war, am Leben zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen, wenn die Mächte der Finsternis gerade entfesselt worden sind und man von den Ausgeburten der Hölle bedroht wird. Der Geistliche sank hinter dem Altar nieder. Schweißperlen bedeckten sein Gesicht. Blut sein Gewand. Rasselnd pfiff die Luft durch seine Lunge. Er war ein massiger Mann, der Pater. Schon viele Jahre der Hirte der Lanzenfelser Gemeinde.
Die Wiederholung "dort, genau dort" finde ich unnötig und hier als Stilmittel nicht hilfreich. Ein einfaches "dort" tut's auch *g* Genauso verhält es sich mit "langer, langer".
Der "gute, alte Pater Bartog" ... Hm. Dass er gut ist, solltest du uns vielleicht eifnach zeigen, nicht sagen. Alt ist kein Problem, aber das gut würde ich streichen.
Was mir außerdem aufgefallen ist, sind deine oft sehr kurzen, abgehackten Sätze. So was schafft SPannung und Atmosphäre, ich mag das auch wirklich gern, aber du schreibst sehr lange durchgängig so, und das liest sich irgendwie unschön. Irgendwann ist es nichts Besonderes mehr und abwechslungslos.
Das war es dann auch erst mal von mir. Bis zum nächsten Teil.
Naira
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drakir
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Verfasst: Mi 12. Dez 2007, 11:26 |
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Registriert: Fr 07. Jul 2006, 02:53
Beiträge: 124
Wohnort: Dortmund
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Hallo Rhazard!
Bevor ich allgemein was zu deiner Geschichte schreibe, erst ein paar Dinge direkt zum Text.
Zitat: Der Gottesdienst gerade eben zu Ende. Und Bartog alleine. Der Priester wandelte durch seine Kirche. Vorbei an gotischen Säulen. Löschte die Kerzen aus. Mondlicht schien durch die farbigen Kirchenfenster. Andächtige Ruhe herrschte. Erhabene Stille.
Dann geschah es. Ein Klopfen ertönte. Bartog, der gerade eben die Türe abgeschlossen hatte, wandte sich um. Wieder klopfte es. Wer konnte denn so spät noch in das Haus Gottes kommen wollen? Das ist hier unlogisch, wenn der Gottesdienst gerade vorbei ist, dürfte es ihn nicht wundern, dass nochmal jemand zurückkommt. Also entweder ist die Messe gerade vorbei, dann wundert er sich nciht, oder sie ist schon Stunden vorbei, dann darf er sich auch wundern, so ist es unlogisch. Zitat: „Wer?“, ertönte eine leise Stimme. „Ich? Meint Ihr mich?“
„Wen sonst?“, rief er. „Den Teufel möglicherweise?“
Pater Bartog trat hinaus. Die Gestalt wich zurück. ......... Hast du mir das auf die Stufen gelegt?!“ Zaghaftes Nicken. Ihr Verhalten ist hier ebenfalls unlogisch, wenn sie zuerst so forsch und herausfordenrd spricht, warum nickt sie dann jetzt zaghaft? Zitat: „Nicht aufmachen!“,schrie das Mädchen. Laut und gellend. „Es ist gefährlich! Es ist ein Furchtbares Ding! Ein Furchtbares Ding, dass die Schrecklichste Macht auf Erden in sich trägt!!“
Auch das hier passt nicht zu ihrem vorherigen Verhalten, schließlich legt sie ihm das Päckchen dorthin, damit er es findet, d.h. sie rechnet damit, dass er es findet und öffnet, schließlich bittet sie ihn sogar darum, denn er soll es ja vernichten und das kann er ja nur, wenn er weiß was er vernichten soll. Zumindest eine Erklärung für dieses Verhalten wäre nötig, aber die bringst du nicht. Auf Rechtschreibung und Grammatik will ich jetzt nicht eingehen, ich habe nichts so weit entdeckt und andere können das besser als ich. Also zum allgemeinen Teil. Die Idee zu der Geschichte ist ganz gut, auch wenn sie mich stark an "Needful Things" von Stephen King erinnert, aber das muss ja nicht schlecht sein. Außerdem wurde ja schon jedes Thema irgendwie bearbeitet. Aber das ist auch schon das einzig positive, was ich an deiner Geschichte finden kann. Neben den Sachen die unlogisch sind und die ich schon gennant habe, führt mich vor allem dein Stil und deine Art zu formulieren zu diesem Urteil. Diese kurzen abgehackten Sätze kann man höchstens in einer Szene einsetzen, wenn man große Spannung und Geschwindigkeit erzeugen will, aber nicht für einen normalen Text. Da wirkt es einfach nur eintönig und vor allem langweilig und einfallslos, denn damit kannnst du keine Atmosphäre erzeugen, die eine Horrorstory unbedingt braucht. Bei anderen Genres kann das ja funktionieren, wie bei Humor, wo du das ja schon mal eingesetzt hast und es auch funktioniert, aber hier kann es nicht funktionieren. Horror braucht eine bedrohliche Atmosphäre, die langsam aufgebaut wird und an den Nerven zerrt, dasss ist bei dir nicht der Fall. Du sagst einfach nur was passiert, aber beschreibst nichts. Keine Gefühle, keine Gefühlsregungen, keine Umgebung, gar nichts. Das erinnert mich an einen Freund, der auf eine Frage in einer Klausur schrieb "Er landete". Man weiß daraus nicht wer landete und wo und wann. Die Antwort wäre gewesen "Wilhelm der Eroberer landete 1063 mit seinen Männern in England.". Unter dem ersten kann ich mir nichts vorstellen, es erzeugt keine Bilder. Der zweite Satz gibt mir aber alle Informationen, um eine Horde wilder männer vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen, die gerade eine Klippe erklimmen. Also kurze abgehackte Sätze bitte nur da wo Geschwindigkeit gebraucht wird, Kinderbücher wären vielleicht auch noch Einsatzgebiet dafür, aber bitte nicht in einem normalen Text. Dann ist mir noch was aufgefallen, deine Dialoge funktionieren nicht für mich, da keiner deiner Prots sich konsistent in seiner Sprache verhält, mal ist dein Mädchen das Kind mal der Pate in der Art wie sie sprechen. Die Sprache wirkte gekünstelt, so würde niemand in echt sprechen. Ein Tipp lies dir die Dialoge mal laut vor und überleg mal, ob jemand wirklich so spricht, und pack Gefühlsregungen mit rein, zeig Reaktionen auf das was gesprochen wird. Außerdem versuch mal diesen ironischen Unterton in deiner Geschichte wegzulassen, der passt bei lustigen Sachen, aber nicht hier. Ein Beispiel dafür: Zitat: Und dort, genau dort, hat es sich vor langer, langer Zeit so zugetragen, dass der gute, alte Pater Bartog in seiner letzten Nacht als Mensch auf dieser Erde voll und ganz damit beschäftigt war, am Leben zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen, wenn die Mächte der Finsternis gerade entfesselt worden sind und man von den Ausgeburten der Hölle bedroht wird. Der letzte Satz fordert es geradezu heraus, dass ich in Gedanken ergänze "...... Kein leichtes Unterfangen.........aber was will man machen, man muss nehmen was kommt und unse lieber Pater musste halt das Monster nehmen. Dadurch wirkt die Geschichte eher wie eine Parodie als eine ernsthafte Horrorstory und das gleich zu Beginn. Da ich nicht weiß, ob alles so rüberkommt, wie ich es meine habe ich mal eine Stelle deiner Geschichte genommen und sie so umformuliert, dass sie meiner Meinung nach deine Absicht besser rüberbringt, ich hoffe, dass siehst du nicht als Angriff, es soll nur ein Vorschlag sein, wie es vielleicht besser wäre und durch welche Mittel die Geschichte vielleicht gewinnen kann. Deine Version: Zitat: Der Gottesdienst gerade eben zu Ende. Und Bartog alleine. Der Priester wandelte durch seine Kirche. Vorbei an gotischen Säulen. Löschte die Kerzen aus. Mondlicht schien durch die farbigen Kirchenfenster. Andächtige Ruhe herrschte. Erhabene Stille.
Dann geschah es. Ein Klopfen ertönte. Bartog, der gerade eben die Türe abgeschlossen hatte, wandte sich um. Wieder klopfte es. Wer konnte denn so spät noch in das Haus Gottes kommen wollen? Bartog steckte den Schlüssel in das Schloss und öffnete die große, schwere, eisenbeschlagene Kirchentüre. Knarrend und ächzend schwang sie auf. Der Geistliche sah nach draußen. Es war eine kalte Nacht. Draußen stand: Niemand. Auf den Stufen der Kirche lag ein kleines Päckchen. Bartog hob es auf. Ein Zettel lag dabei. Ein Zettel, auf dem in zitternder Handschrift etwas stand. In blutigen Lettern:
Meine Vorschlag, wie man es verbessern kann:
Der Gottesdienst war schon seid Stunden vorbei und Bartog war alleine in den heiligen Hallen seiner Kirche. Wie jeden Abend wandelte er noch ein wenig in dem großen Innenraum der Kirche und genoß die erhabene Stille, die hier herrschte. Er ging vorbei an mächtigen breiten Säulen die die Decke stützten, die sich in der Dunkelheit, hoch über ihm, verlor. Wäre dies nicht ein Haus Gottes würde es bedrückend wirken, ging es ihm wieder einmal durch den Kopf, als er daran dachte wie viel Licht die Säulen wegnahmen, das schon an einem hellem Sommertag eh nur spärlich durch die viel zu kleinen und dunklen Fenster ins Innere gelangte, und noch weniger vorhanden war, wenn es dunkel war und die Kerzen hilflos in ihren Halterungen flackerten.
Das Mondlicht fiel durch die bunten Fenster herein und fiel auf die Hände des Priesters als er die mächtige Eingangstür verschloss. Dann wandte er sich um und wollte durch die Sakristei in sein kleines Haus verschwinden.
Doch soweit kam er nicht.
Etwa auf halbem Wege zwischen Tür und Altar klopfte es einmal tief, dröhend und bis ins Mark gehend an der Tür.
Bartogs Nackenhaare stellten sich, ohne das er sagen konnte warum, auf. Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Wer begehrte so spät noch Einlass? Was konnte nicht warten bis zum Morgen und warum kam derjenige nicht zur Pfarrei?
Bartog hatte sich zwar schon halb umgedreht, um zur Tür zurückzugehen, doch noch hielten ihn unerklärliche Zweifel zurück. Dann erklang das Klopfen noch einmal. Drängender. Fordernder.
Pater Bartog fasste einen Entschluss und eilte zur Tür. Fahrig und mit zitternden Händen holte er seine Schlüssel hervor und öffnete das Schloß, dann riss er förmlich die Tür auf, halb in der Hoffnung nur einen der Alten zu sehen, die immer etwas vergaßen, doch er wusste, dass das nicht der Fall sein würde.
Auf fast alles vorbereitet, starrte er hinaus ins Dunkel. Die Kalte Nacht fand ihren Weg in seine Kirche, aber es war niemand zu sehen. Nicht auf den Stufen die zum Portal führten und auch nicht auf dem Weg zur Kirche. Selbst Fußspuren führten nicht zum Kirchenportal. So wie es aussah war keiner hier gewesen. Niemand der an der Tür hätte klopfen können und doch fand er auf der obersten Stufe ein kleines Päckchen. Es war offensichtlich eilig zusammengeschnürt worden, den ein grober Faden war mehr schlecht als recht darum gewickelt und auch das Papier, welches das kleine Päckchen schützte war zerknittert und nur rasch drumherum gelegt und mit dem Faden festgezurrt worden.
Pater Bartog strich sich mit seine Zunge über die Lippen, nur zögernd hob er das Päckchen auf, dessen vorherigen Besitzer er nicht hatte ausmachen können. Ein Zettel war daran befestigt. Zögernd, seine Finger zitterten dabei aus Gründen, die er nicht verstand, nahm er den Zettel in die Hand und las:
Nehmt dys Dyng an Euch und verwaret es gut. Eyn Fluch wohnt in Ihm. Es brynget Tod, Verderben und Verdammnys.
Erst nachdem er den Zettel gelesen hatte, fiel ihm etwas auf, die Buchstaben waren nicht mit schwarzer Tinte geschrieben, sondern sie waren tiefrot, als ob jemand mit Blut diese Warnung niedergeschrieben hätte. Vor Schreck ließ Bartog den Zettel fallen. Er blickte wieder auf und da keine zehn Schritt von ihm entfernt stand eine kleine schmale Gestalt, wie aus dem Nichts war sie mit einem Mal erschienen.
Wie gesagt, ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, soll wirklich nur ein Beispiel sein, wie man es anders machen kann, damit auch ein bißchen Atmosphäre in die Geschichte kommt.
LG,
Drakir
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