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Anna Tiedke: Inspiration - Teil I - Prolog
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Dupliette
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Verfasst: Mi 16. Jul 2008, 17:23 |
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Registriert: Mi 16. Jul 2008, 13:28
Beiträge: 9
Wohnort: Köln
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Hallo, ich bin noch ziemlich neu hier, aber da ich an dieser Geschichte schon seit etwa zwei Jahren schreibe, hab ich mir gedacht, sie nach und nach hier reinzustellen.
Der Prolog an sich hat zwar noch nicht viel mit Fantasy zu tun und ist auch nicht besonders lang, ist im Endeffekt aber ausschlaggebend für die weiterlaufende Handlung. In den Kapiteln geht es dann aber auch wirklich um Fantasy...
Die Geschichte trägt den Titel Anna Tiedke: Inspiration, der auch gleichzeitig der Name der Hauptperson ist.
Hoffe auf viele Leser und Kommentare, die Kapitel poste ich in Kürze.
ANMERKUNG: Im Weiterverlauf der Geschichte geht es nicht nur um Mord, sondern teilweise auch um Kindesmissbrauch. Ich bin aber der Meinung, dass es 14-Jährige lesen können.
Anna Tiedke: Inspiration - Teil 1 - Prolog
Blood Gems
Wie im Akkord hämmerten sich die Schürfer in das harte Felsgestein, gedrängt in einem nur schwach von einigen an der Wand befestigten Fackeln beleuchteten Minenstollen.
Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, obwohl er erst seit einigen Stunden über die Arbeiter Wache hielt. Um ihnen primitivsten Schutz vor Wassereinbruch, Steinschlag oder einstürzenden Schächten zu bieten. Hemric war nur schlecht ausgerüstet, seine einzigen Waffen waren ein lederüberzogener, unförmiger Holzschild sowie ein grober Dolch. Und er hatte Hunger. Großen Hunger.
Wehmütig sehnte er sich nach seiner Heimat, die jedoch viele hundert Meilen weit von hier entfernt war. Schließlich war er hier in Lost Mirth, im hohen Norden der Insel, dort, wo der Durn in das Diamantenmeer mündete. Der Name passte äußerst gut, denn er war eine der vier Wachen über eine kleinere Edelsteinmine mitten in den cilbaenischen Bergen.
Ein plötzliches Krachen schreckte ihn abrupt aus seinen Träumen und Hemric wirbelte herum. Gerade wollte er Alarm schlagen, da brachte ein kurzer Blick in den Stollen bereits Entwarnung. Einer der Schürfer hatte nur eine echte Smaragdstufe abgetragen. Also eigentlich ein Segen. Besonders für die Betreiber der Mine, Sir Logart Anthaire und seine Frau, Lady Olga. Missmutig stierte er zu ihrem Waldhäuschen, eingerichtet nach britischem Manier. Die feinen Herren saßen den ganzen Tag nur im Serail und ließen es sich gut gehen. Und er? Er selbst bekam nicht einmal anständige Ausrüstung, während sie sicherlich ein gesamtes Waffenarsenal unter ihren weiten Kleidern und Miedern beherbergten.
Ein Glockenläuten ließ Hemric erleichtert aufatmen. Endlich! Schichtwechsel. Nun war sein Kamerad Godric an der Reihe. Wenigstens war das der Funke eines Hoffnungsschimmers am himmelweiten, nachtdunklen Horizont.
Im Serail war es gemütlich und warm geheizt, während draußen der Wind böig wehte und es dick nieselte. Sir Logart Anthaire lächelte boshaft, nur zu gerne hätte er zugesehen, wie sich einer der Gardeleute draußen den Arsch abfror; doch leider hatte er zurzeit weitaus Wichtigeres zu tun.
Er ging zum immerzu reichlich gedeckten Tisch in der Mitte des runden Zimmers mit Weitblick und schenkte sich ein wenig Wein in seinen Silberkelch, einen Spätvraaeler Jahrgang 1402 der teuersten Sorte. Ein reicher Mann wie er konnte sich solch einen Luxus erlauben. Er selbst trug nur die prunkvollsten, purpurblauen Kleider, die sich nur die Reichsten der Reichen leisten konnten.
Und er gehörte zu dieser Elite. Er hätte, als er noch vor ein paar Jahren Bediensteter beim Hofe Lurons des Großen, dem ehemaligen König, gewesen war, es sich niemals erträumen lassen. Aber eine Edelsteinmine wie diese war in der Tat weit mehr als rentabel, hatte er festgestellt.
Da sich in den Gegenden rund ums Durndelta Tonnen von wertvollen Mineralien im Boden befanden (und es der wichtigste Exportartikel der Leute dort war), wurde nur eine begrenzte Anzahl von staatlich kontrollierten Förderstationen anerkannt. Er, Sir Logart Anthaire, gehörte jedoch zu den unterlegenen Royalisten, die nach Lurons Tod versuchten, die Monarchie zu etablieren.
Also hatte er diese Mine illegal eröffnet und Kronloyale als Arbeiter und Wachen angeheuert, die zu Dutzenden das wertvolle Edelmetall, bis zu zwei Zentner wöchentlich, aus dem nackten Fels klopften, um es über Phantomkarawanen auf den realen Markt zu schleusen. So verdiente er eine Menge Geld und musste dazu nicht einmal Steuern an den provinzialen Oberpräfekten zahlen, da ja kein Außenstehender von der Existenz der Mine überzeugt war.
Er seufzte erleichtert. Geld. Edelsteine. Das war alles, was wichtig für ihn war. Ach ja, und vielleicht noch seine Frau Olga. Genauer gesagt war sie nur seine Mätresse, die, wie er so vornehm und euphemistisch ausdrückte, „für seine profane Seite zuständig war“. Solange er sie mit dem besten Essen fütterte, in Pelz hüllte und ihr jeden Wusch von den Augen ablas, machte sie für ihn alles, was er verlangte. Ach, war die Welt doch schön, wenn man bekam, was einem gutdünkte. Alles war in bester Ordnung.
Feuer! Olga bemerkte es sofort, als fetter, schwärzlicher Rauch aus einem der Stollen aufstieg. Erschrocken sprang sie aus dem damastbezogenen, üppig ornamierten Bett mit blattgoldbezogenen Kissen und Decken, und lief zu ihrem Geliebten.
„Seht Ihr nicht?“ kreischte sie entsetzt. „Ein Brand, mitten in der Edelsteinmine!“
Logart äugte halbherzig nach draußen und winkte ab. „Ach was, mitten im kalten Gebirge Cilbanes, woher sollte das Feuer ausgebrochen sein? In der Mine lagert kein Heu, und Feuer...Ach, Olga, solange noch Profit aus der alten Mine zu holen ist, wird es mir gleich sein, ob zehn oder Zehntausende fallen. Im Land gibt es Royalisten wie Sandkörner am Meer, und so leicht werde ich nicht aus meinem Serail spazieren, um die Arbeit des Feuerwächters zu übernehmen und mir dabei die edlen Kleider zu besudeln. Ich werde hier harren und hoffen, dass die gelagerten Mineralien keine gravierenden Schäden abbekommen.“
Olga schnaubte vor Wut, hätte Logart am liebsten zur Vernunft geprügelt. Da sie jedoch gutherzig war, lief sie, mit Wasserbeuteln ausgerüstet, zur schwelenden Mine, um den Brand zu löschen. Ein fataler Fehler, denn erst als sie den Eingang des Bergstollens erreicht hatte, bemerkte sie, in was für ein Inferno sie geraten war.
Der gesamte Stollen brannte, Flammen züngelten wie feurige Schlangen über den Boden und setzten alles in Brand, was ihnen in die Quere kam. Die brennenden Stollenwände brachen krachend ein, Olga sah Minenarbeiter, brave, tapfere Männer, bei lebendigem Leibe
verbrennen. Da war es völlig egal, wie viel Wasser sie ausschüttete. Nie war es genug, um der Feuersbrunst Herr zu werden.
Dann sah sie, ganz plötzlich, den Urheber dieses Höllenfeuers. Eine riesenhafte, formlose Gestalt aus Flammen richtete sich in der Mine auf und setzte alles in Brand, womit seine feurige Materie in Berührung kam. Olga geriet in höchste Panik und wollte weglaufen, doch sie stolperte über ihr viel zu langes Ballkleid und stürzte mitten in die Flammen.
Im selben Moment erschien Logart Anthaire zum Eingang der Kaverne, die Flasche Alkohol noch immer in der Hand. Beim Anblick der brennenden Kreatur jedoch erschrak er gehörig und ließ den Wein fallen, sodass das Feuer nur noch weiter entfacht wurde.
Einige Stichflammen bereiteten ihrer beider Leben ein qualvolles Ende.
Das Feuerwesen war weg.
Hemric saß verzweifelt auf einer Anhöhe des Brandortes und weinte. Er war einer der sehr wenigen Überlebenden gewesen. Des verfluchten Schichtwechsels wegen hatten ihn die Flammen am Leben gelassen. Aber war ein Simpel wie er das auch wert?
Mit verschwommener Sicht nahm er noch seine ehemalige Stätte wahr. Das Serail war vollständig von den Flammen aufgefressen worden und nur noch ein Haufen verbrannter Trümmer. Was die Mine anbelangte, sie würde wohl niemals mehr fördern können. Anthaires Hochmut hatte sich also wenigstens bezahlt gemacht.
Das richtig Schlimme jedoch war, dass fast alle Schürfer bei dem Flammeninferno den Tod gefunden hatten. Nur etwa ein halbes Dutzend von ihnen hatte fliehen können, bevor die Mine von den Flammen heimgesucht wurde. Ob Quinnesec unter den Todesopfern war, wusste Hemric nicht. Dass Logart mitsamt seiner Mätresse gestorben war, hatte er selbst mit angesehen.
Nur Godric jedoch hatte er nicht gesehen. Er war mit ihm aufgewachsen, hatte manche Schlacht Seite an Seite mit ihm gekämpft und war sein erster und einziger Freund.
Der Ritter musste ihn finden. Bevor es auch für ihn zu spät wurde. Er schleppte sich mit verschlossenem Mund und Nase, zeitweise gar kriechend, vom Brandort davon. Der Gestank verkohlten Fleisches stach ihm dennoch hindurch.
Immer noch schwelte die Mine.
Dupliette
Zuletzt geändert von Dupliette am Do 17. Jul 2008, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Soleil
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Verfasst: Do 17. Jul 2008, 11:16 |
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| Administratorin |
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Registriert: Do 11. Mai 2006, 15:08
Beiträge: 6379
Wohnort: Berlin
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Hallo,
und herzlich Willkommen!
Zitat: Hoffe auf viele Leser und Kommentare, die Kapitel poste ich in Kürze. Das hoffen alle.  Funktionieren wird es aber nur, wenn wir alle gegenseitig etwas dafür tun.  Zitat: gedrängt in einem nur schwach von einigen an der Wand befestigten Fackeln beleuchteten Minenstollen. liest sich ein bisschen holprig. Versuch doch mal, da einige Kommas einzusetzen? Zitat: obwohl er erst seit einigen Stunden Wache hielt über die Arbeiter. Vorschlag: obwohl er erst seit einigen Stunden über die Arbeiter Wache hielt Zitat: seine einzigen Waffen waren ein lederüberzogener, unförmiger Holzschild sowie ein grober Dolch. Wie soll das gegen Wassereinbruch oder Steinschlag helfen? Zitat: Ein plötzliches Krachen schreckte ihn abrupt aus seinen Träumen und Hemric erschrak. Zitat: während sie sicherlich ein gesamtes Waffenarsenal unter ihren weiten Kleidern und Miedern beherbergten. Das verstehe ich nicht. Abgesehen davon, dass dies unter ein Mieder gar nicht passen würde (steht ja dem Zweck eines Mieders entgegen  , verstehe ich nicht, warum sie es sollten... Zitat: Sir Logart Anthaire lächelte boshaft, nur zu gerne hätte er zugesehen, wie sich einer der Gardeleute draußen den Arsch abfror; Aber doch nicht der gleiche oder? Denn der ist ja in einem Stollen... oder habe ich das falsch verstanden? Zitat: aus einem der Stollen aufstieg. Erschrocken sprang sie aus dem damastbezogenen, üppig ornamierten Bett mit blattgoldbezogenen Kissen und Decken, und lief zu ihrem Geliebten. ?? Wo befindet sich das Bett? Warum sieht sie das Feuer als Erste und nicht die Wache oder ... naja sonst irgendjemand? Zitat: Da sie jedoch gutherzig war, lief sie, mit Wasserbeuteln ausgerüstet, zur schwelenden Mine, um den Brand zu löschen. Entschuldige bitte, aber da muss ich unwillkürlich lachen. Das hätte sie nie im Leben gemacht. Man hätte sie nicht gelassen. Und sie alleine? Was will sie ausrichten? Zitat: Da war es völlig egal, wie viel Wasser sie ausschüttete. Na ja... so viel hat sie ja auch nicht mit oder? Zitat: Dass Logart mitsamt seiner Mätresse
vorher hat er sie als seine Frau bezeichnet...
Du bist auf jeden Fall sehr sicher, was die Rs angeht. Nur die Kommas, die solltest Du Dir nochmal ansehen, da fehlen einige.
Ansonsten muss ich leider sagen, dass mich die Geschichte nicht überzeugen konnte. Zuerst einmal finde ich es sehr aufdringlich, wie da eine versteckte Moral versucht wird unterzubringen. Dies beinhaltet nämlich auch sehr viel Klischee. Alle Reichen sind korrupt, schlecht, denken nur an sich... und haben ganz offenbar den Tod verdient. Die "normalen" Leute dagegen... leiden, sind ehrlich und herzensgut. *brr
Ich konnte leider nicht lokalisieren wo wir uns befinden und wie es da aussieht. Die Mine, klar. Aber wo waren Logart und Olga? Im Serail.. was soll das bedeuten? Wenn sie die Stollen (Mehrzahl!) sehen können, müssten sie ja auch drinnen sein. Aber da ist alles so prunkvoll ausgestattet... ich bin jedenfalls verwirrt.
Auch Hemric scheint einmal drinnen zu sein, dann wieder draußen... ich könnte jetzt wirklich nicht sagen, wer wo ist und wie es da aussieht.
Du warst in der Handlung auch sehr sprunghaft muss ich sagen. Nimm Dir einfach mehr Zeit. Da fehlen Einzelheiten... Staub in der Ecke, ein Geruch nach X, ein Windhauch... ein Gefühl, ein Lächeln...
Die meisten Sätze sind ebenso kurz und platt wie der Inhalt. Nimm Dir auch dafür mehr Zeit. Wenn Du Deine Geschichte erstmal als Notiz(en) aufschreibst und planst, hast Du nicht mehr so viel Angst, etwas zu vergessen und das mit den Details kommt von alleine.
Zur Idee kann ich leider auch noch nichts sagen, da ich bisher nur wenig verstanden habe. Zwei der drei Personen sind jetzt immerhin tot. Wohin es gehen wird? Ich weiß es nicht...
LG
Soleil
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Dupliette
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Verfasst: Do 17. Jul 2008, 12:08 |
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Registriert: Mi 16. Jul 2008, 13:28
Beiträge: 9
Wohnort: Köln
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Hallo Soleil,
danke für den ehrlichen Kommentar. Ich hab vielleicht noch etwas Erklärungsbedarf bezüglich des Prologes.
Zitat: Wie soll das gegen Wassereinbruch oder Steinschlag helfen? Das ist es ja gerade! Da außer Hemric sich bis jetzt keiner Gedanken darum gemacht hat, dass die Edelsteinmine (über)natürlichen Katastrophen zum Opfer fallen könnte, halten die royalistischen Betreiber (Anthaire) es nicht für nötig, ihn besser auszurüsten. In Logarts Monolog wird es ja versteckt erwähnt: "...da ja kein Außenstehender von der Existenz der Mine überzeugt war." Und wenn niemand davon weiß, kann sie auch nie von der Opposition überrannt werden. Das Nicht-Denken an naturbedingte Unfälle ist Frucht von Anthaires Hochmut. Zitat: Aber doch nicht der gleiche oder? Denn der ist ja in einem Stollen... oder habe ich das falsch verstanden? Der Ritter draußen ist Hemric...Sein Kamerad Godric Quinnesec musste ja in der Mine Wache halten. Zitat: Wo befindet sich das Bett? Warum sieht sie das Feuer als Erste und nicht die Wache oder ... naja sonst irgendjemand? Logart ist mit sich selbst beschäftigt, während Hemric und die anderen das Feuer als Erste sehen und versuchen, sich davor zu schützen. Olga unternimmt jedoch als Erste Löschversuche. Das Bett befindet sich im Serail, und von dort aus kann sie die Mine überblicken "Zimmer mit Weitblick" Zitat: Zuerst einmal finde ich es sehr aufdringlich, wie da eine versteckte Moral versucht wird unterzubringen. Dies beinhaltet nämlich auch sehr viel Klischee. Alle Reichen sind korrupt, schlecht, denken nur an sich... und haben ganz offenbar den Tod verdient. Die "normalen" Leute dagegen... leiden, sind ehrlich und herzensgut. *brr Falsch. Alle ROYALISTEN, die korrupt sind, sind schlecht. Andererseits sind ja auch Dutzende Minenarbeiter dem "Inferno von Lost Mirth" zum Opfer gefallen, und die waren ja nicht reich... Hemric will hier absichtlich den Eindruck erwecken, dass alle Reichen böse sind, um sich selbst und die anderen möglichst davon zu distanzieren, was Logart tut... Zitat: Da fehlen Einzelheiten... Staub in der Ecke, ein Geruch nach X, ein Windhauch... ein Gefühl, ein Lächeln... Und was, wenn die Erzählperson blind für derartige Einzelheiten ist??? Hemric ist NICHT die Hauptperson und auch nicht der Held. Er zählt eher zu den Nebencharakteren. Zitat: Zwei der drei Personen sind jetzt immerhin tot. Wohin es gehen wird? Ich weiß es nicht...
Immerhin?
Wohin es gehen wird? Das steht in den Kapiteln...
Danke fürs Lesen und fleißige Kommentieren. Hätte nicht gedacht, dass es so viel nachzubessern gibt.
Jetzt weiß ich jedenfalls, woran ich noch arbeiten muss
LG, Dupliette
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Soleil
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Verfasst: Fr 18. Jul 2008, 13:43 |
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| Administratorin |
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Registriert: Do 11. Mai 2006, 15:08
Beiträge: 6379
Wohnort: Berlin
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Hallo noch mal,
Zitat: Das ist es ja gerade! Da außer Hemric sich bis jetzt keiner Gedanken darum gemacht hat, dass die Edelsteinmine (über)natürlichen Katastrophen zum Opfer fallen könnte, halten die royalistischen Betreiber (Anthaire) es nicht für nötig, ihn besser auszurüsten. Ich verstehe nicht, was Du meinst... ob er nun ein Schwert hat oder einen Panzer.. gegen Steinschlag in einem Stollen (oder Wassereinbruch und Co.) kann er doch mit der besten Ausrüstung nichts ausrichten? Dazu wären doch völlig andere Dinge nötig. (Mannschaft, Holzstützen etc.) Zitat: Der Ritter draußen ist Hemric...Sein Kamerad Godric Quinnesec musste ja in der Mine Wache halten. Wir reden doch aber über den ersten Abschnitt? Da wird definitiv kein Godric erwähnt, es steht eindeutig da: Zitat: Um ihnen primitivsten Schutz vor Wassereinbruch, Steinschlag oder einstürzenden Schächten zu bieten. Hemric war nur schlecht (...) Zwar steht später: Zitat: Endlich! Schichtwechsel. Nun war sein Kamerad Godric an der Reihe. Aber erstens überliest man das, da es nur ein einziger, winziger Satz ist und zweitens verwirrt das. Also, nur noch mal des Verständnisses wegen: Den Typ, den Lodric sieht, ist Hemric, der nach Schichtende nach Hause geht? Zitat: Olga unternimmt jedoch als Erste Löschversuche. Das finde ich völlig unglaubhaft. Zum einen wurde sie vorher - knapp, aber immerhin - als verwöhnt und sehr anspruchsvoll dargestellt. Plötzlich soll sie ein gutes Herz haben? Nicht an sich selbst und ihren Besitz denken? Ihr Leben opfern, völlig selbstlos? Zum anderen... sind denn da keine Diener? Kochen die Herrschaften selbst? Räumen auf und bedienen sich? Was ist mit all den Leuten? Die lassen es wirklich zu, dass ihre Herrin da in ihr Unglück rennt? Halten sie nicht ab oder helfen? Zitat: Das Bett befindet sich im Serail, und von dort aus kann sie die Mine überblicken "Zimmer mit Weitblick" Was IST denn ein Serail? Sorry, aber da steht der Leser völlig im Dunkeln und kann sich eben nichts vorstellen. Zitat: Und was, wenn die Erzählperson blind für derartige Einzelheiten ist??? Das hat damit absolut nichts zu tun. Das ist eben die Kunst, es dem Leser trotzdem nahe zu bringen und das geht, wie zahlreiche Autoren bewiesen haben. Das Einfachste wäre ja, etwas zu schreiben wie: Strich sich eine Strähne seines kinnlangen, schwarzen Haares aus dem Gesicht. Oder: Seine Füße in den matt ledernen Stiefeln spürten den harten Untergrund. Da bekommt der Leser seine Details, die er wissen muss (oder will, je nachdem  ) und trotzdem sieht es nicht so aus, als würde die Erzählperson alles registrieren, wenn sie es nicht tut. Zitat: Immerhin? Wohin es gehen wird? Das steht in den Kapiteln...
Über deiner Geschichte steht: Prolog.
Dieser hat eine bestimmte Funktion, unter anderem eben, den Leser in seinen Bann zu ziehen, ihn neugierig zu machen, ihm wenigstens anzudeuten, worum es gehen wird.
Deiner allerdings wirft mehr Fragen auf, als gut für ihn ist. Du verwirrst mich noch jetzt mit den Royalisten.. ich weiß nicht mal wer das ist. Was die wollen, jemals gewollt haben... wer die Gegner sind und warum... Du setzt da Wissen voraus, das der Leser mit Beginn Deiner Geschichte noch gar nicht haben kann. Und statt kontinuierlich etwas aufzubauen, lässt Du Leute im Prolog sterben... das kann man sicherlich tun, aber wenn dann so gut wie niemand sonst bleibt oder aber ein Hinweis, mit wem es weitergehen könnte (z.B. wenn die Personen ermordet werden, dann will man ja wissen wer und warum es war) zuckt man mit den Schultern und legt die Geschichte beiseite.
Du musst Dir immer sagen, dass dein Buch irgendwann neben unzähligen anderen stehen wird (wie hier auch.). Führe den Leser, mach ihm klar, dass er genau Dein Buch kaufen soll, nicht das andere... wenn man im Laden das Buch aufschlägt und den Prolog liest... dann will man gepackt sein, eine wundervolle Sprache sehen oder ein Thema erwarten können, das besonders interessiert.
All das fehlt hier aber leider... Noch! Niemand sagt, dass Du von Anfang an perfekt schreiben musst. Überarbeite eben alles. Wirst sehen, auch das kann Spaß machen.
LG
Soleil
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Re: Anna Tiedke: Inspiration - Teil I - Prolog
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Shadow of Dawn
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Verfasst: So 31. Aug 2008, 18:04 |
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| Buch |
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Registriert: So 24. Apr 2005, 21:31
Beiträge: 667
Wohnort: Ruhrgebiet
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Hallo Dupliette,
obwohl Du bisher noch nicht auf das vorangegangene Kommentar zu Deinem 1. Kapitel geantwortet hast, gehe ich mal davon aus, dass Du noch im Forum aktiv bist und auf weitere Leserschaft wartest.
Dein Vorwort klingt nach viel Arbeit, die Du bereits in diese Geschichte investiert hast, über zwei Jahre an einem Werk zu arbeiten nenne ich echt Ausdauer! Wie viele Kapitel hast Du denn schon? Ist die Story schon fertig abgeschlossen?
Aber ich greife vor, werde ich doch erstmal den Prolog lesen.
Zitat: Blood Gems Ich weiß immer nicht, was die Leute gegen deutsche Überschriften haben. Zitat: Wie im Akkord hämmerten sich die Schürfer in das harte Felsgestein, -> Ich gehe mal davon aus, dass die Schürfer eine bestimmte Arbeitsleistung zu erfüllen haben, daher halte ich den Vergleich "Wie im Akkord" für unangebracht - es müsste eher heißen "Im Akkord". Zitat: Um ihnen primitivsten Schutz vor Wassereinbruch, Steinschlag oder einstürzenden Schächten zu bieten. Hemric war nur schlecht ausgerüstet, seine einzigen Waffen waren ein lederüberzogener, unförmiger Holzschild sowie ein grober Dolch. -> Hat Soleil schon erwähnt. Ich verstehe ja, dass er Wache gegen Überfälle halten soll, oder auch um Minenarbeiter an der Flucht zu hindern (falls es Leibeigene oder Verurteilte sind) Aber um sie vor Wassereinbruch, etc. zu schützen, müsste er schon ein Magier sein. Zitat: Missmutig stierte er zu ihrem Waldhäuschen, eingerichtet nach britischem Manier. Hat Soleil auch schon erwähnt. Ich frage mich, ob Du den Unterschied zwischen einer Mine mit Stollen (unterirdisch!!!) und einer Mine mit Steinbruchcharakter kennst - oder diesen hier in Deiner Geschichte einfach nicht machst. Darauf deuten auch spätere Ereignisse hin. Vergleiche Deine Antwort: Dupliette hat geschrieben: Das Bett befindet sich im Serail, und von dort aus kann sie die Mine überblicken "Zimmer mit Weitblick" Zitat: Im Serail war es gemütlich und warm geheizt, während draußen der Wind böig wehte und es dick nieselte. Wie kann es "dick nieseln"? Nieselregen ist für mich als feiner Regen definiert - das ist unangenehm, aber hat nix mit dick zu tun. Ich interpretiere es jetzt mal schnell als Umgangssprachlich ausgedrückt, was aber mM nach nicht zum Denken eines Lords (in einer Fantasy-Welt) passt. Zitat: Sir Logart Anthaire lächelte boshaft, nur zu gerne hätte er zugesehen, wie sich einer der Gardeleute draußen den Arsch abfror; doch leider hatte er zurzeit weitaus Wichtigeres zu tun. *grins* Zitat: Da sich in den Gegenden rund ums Durndelta Tonnen von wertvollen Mineralien im Boden befanden (und es der wichtigste Exportartikel der Leute dort war), wurde nur eine begrenzte Anzahl von staatlich kontrollierten Förderstationen anerkannt. Er, Sir Logart Anthaire, gehörte jedoch zu den unterlegenen Royalisten, die nach Lurons Tod versuchten, die Monarchie zu etablieren. Verstehe ich nicht - war er nicht noch vor kurzem Bediensteter beim Hofe Lurons des Großen? Haben die zwischenzeitlich die Monarchie abgeschafft? Das solltest Du irgendwie erklären. Zitat: um es über Phantomkarawanen auf den realen Markt zu schleusen. Was sind Phantomkarawanen? Zitat: So verdiente er eine Menge Geld und musste dazu nicht einmal Steuern an den provinzialen Oberpräfekten zahlen, da ja kein Außenstehender von der Existenz der Mine überzeugt war. -> Da machst Du einen Wortfehler. "Überzeugt" ist in diesem Zusammenhang das falsche Wort. Vorschlag: "... da keinem Außenstehenden die Existenz der Miene bekannt war."
Entschuldige, der Rest ist ... sorry. Es klingt für mich alles zu sehr gerafft. Warum beschreibst Du die Ereignisse nicht aus der Perspektive einer der handelnden Personen heraus - Olga würde sich bei der Feuerszene anbieten. Das würde dem Geschehen mehr tiefe geben, mehr in die Handlung eintauchen und vielleicht auch ein bisschen Sinngebung betreiben. Auch "Nebencharaktere" können eine Handlung farbiger und lebendiger gestalten. Einfach dadurch, dass Du ihnen menschliche Züge verleihst. Ihnen Tiefe und Erleben gibst - Show, don't tell.
Ich fragte mich beim lesen die ganze Zeit, warum Olga sich genötigt sieht mit ihrem bissel Wasser (mehr als nen Eimer voll wird sie nicht tragen können) zur brennenden Mine zu rennen. Was ist ihr Motiv? Reine Gutherzigkeit treibt mM nach niemanden in eine Flammenhölle. Was fühlt sie (irgendwas wird sie denken)? Wie ergeht es ihr körperlich (muss sie Husten, fällt ihr das Atmen schwer, hat sie Angst selbst zu verbrennen, etc.)?
Das alles sind nur eine handvoll Fragen, die ich als Leser gern beantwortet sehen würde, um die Handlung nachvollziehen und spannend finden zu können.
Auch der Ritter Hemric hat so gar kein Profil. Zuletzt sitzt er irgendwo und weint - man sollte meinen er sei da schon in Sicherheit - nein, knapp nachdem er an Gott und die Welt gedacht und betrauert hat kriecht er mit letzten Kräften, wie es scheint, in Sicherheit.
Letztlich hoffe ich, dass Du den Kommi hier zuende lesen wirst. Ich verstehe, dass es schwer ist so harte Kritik zu hören zu bekommen. Man selbst hat immer einen ganz anderen Blick auf sein Geschriebenes, als andere Leute. Für einen selbst ist alles völlig klar, es ist so. Aber wenn man das mal hinterfragt, findet man schnell den Grund, warum es einem als Autoren klar ist - man hat das Hintergrundwissen über die Personen. Man hat sie geschaffen, hat die Handlung geschaffen - nur jetzt muss man das auch dem Leser vermitteln. Das braucht Übung und viel, viel Geduld beim schreiben!
Letztlich lohnt es sich aber, es ist einfach schön, wenn die Leute sagen: Ja, das konnt ich nachvollziehen, das war gut.
Ich hoffe, dass Du Deine Story nochmal überarbeitest und dabei das Detail mehr als das große Geschehen im Auge hast - das kommt nämlich aus dem Detail ganz von allein.
Bis zum nächsten Mal
Gruß
Shadow
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